ESMO-Kongress Gesundheit

Ein Glas Alkohol fördert das Krebsrisiko nicht

Rotweinglas

Während Übereinstimmung über die Risiken starken Trinkens besteht, ist die Auswirkung von leichtem Alkoholkonsum auf Krebs weiter unklar.

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Während Übereinstimmung über die Risiken starken Trinkens besteht, ist die Auswirkung von leichtem Alkoholkonsum auf Krebs weiter unklar.

Oft heißt es, dass Menschen die wenig oder moderat Alkohol konsumieren, schon ein erhöhtes Krebsrisiko haben. Nun kam allerdings ans Tageslicht, dass bei Befragungen für wissenschaftliche Studien zu diesem Thema, starke Trinker häufig einen zu niedrigen Alkoholkonsum angaben. Das dürfte die Aussagekraft solcher Studien deutlich reduzieren - und ein bis zwei Gläser Alkohol noch schmackhafter machen.

Das aktuelle Problem eine richtige Aussage zwischen Alkoholkonsum und Krebsrisiko zu machen liegt an der Erkenntnis, dass bisher bei wissenschatlichten Studien, starke Trinker, falsche Angaben über ihr Trinkverhalten gemacht haben. Dieses Ergebnis wurde nun auf dem ESMO-Kongress 2012 in Wien präsentiert.

"Wenn eine Reihe starker Trinker bei Befragungen angibt, nur sehr wenig zu trinken, werden die Auswirkungen starken Trinkens irrtümlich auf niedrigen bis moderaten Alkoholkonsum zurückgeführt", erklärte Arthur Klatsky, Medical Care Program, USA.

Alkohol

Trinker ignorierten Mengenagabe.

Viele Studien verfälscht
Der Experte weiter: "Unsere Analyse belegt diesen Faktor in Bezug auf unsere Studienteilnehmer, und das ist eventuell auf sehr viele Studien anwendbar, weil Under-Reporting, also das Angeben geringerer Alkoholmengen als der tatsächlich konsumierten, sicherlich weit verbreitet ist."

Während Übereinstimmung über die Risiken starken Trinkens besteht, ist die Auswirkung von leichtem bis moderatem Alkoholkonsum auf Krebs nun unklar. Einige Studien legen einen Zusammenhang nahe, andere nicht.

ESMO
Der ESMO-Kongress findet jährlich statt und gibt Einblick in das breite Forschungsfeld "Krebs". Jedes Jahr erkranken in Österreich etwa 38.000 Menschen an Krebs, Männer etwas häufiger als Frauen. Für beide Geschlechter stellen bösartige Tumorerkrankungen, nach den Herz-Kreislauferkrankungen, hierzulande die zweithäufigste Todesursache dar.
 


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