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30.09.2012

Briten depressiver als Italiener

Depression: Jeder 10. krank gemeldet

Depression

Depression ist laut EDA die vorherrschende psychiatrische Störung bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. (© Fotolia)

Jeder zehnte Arbeitnehmer in Europa ist schon einmal wegen einer Depression zu Hause geblieben. Das hat der europäische Fachverband European Depression Association (EDA) in einer Online-Umfrage herausgefunden.

Depression ist laut EDA die vorherrschende psychiatrische Störung bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Vielen ist nicht bewusst, dass die Krankheit nicht nur bloße Traurigkeit verursachen kann, sondern auch Konzentrationsschwierigkeiten, Unentschlossenheit oder Vergesslichkeit.

Briten depressiver als Italiener
Für die Umfrage wurden 7.065 Menschen Online befragt. Jeder Depressionsschub verursacht demnach durchschnittlich einen Ausfall von 36 Arbeitstagen.

Depression

Jeder 10. Arbeitnehmer war schon wegen Depressionen im Krankenstand. (© Fotolia)

Die Diagnose Depression hat laut Studie jeder fünfte Befragte schon einmal zu hören bekommen - am häufigsten waren Briten betroffen (26 Prozent), am seltensten die Italiener (12 Prozent).

Mangelnde Unterstützung
Deutsche Arbeitnehmer blieben der EDA zufolge am ehesten wegen eines Krankheitsschubs zu Hause (61 Prozent). Mit durchschnittlich 41 Tagen blieben sie der Arbeit auch am längsten fern. Zudem klagten sie besonders über mangelnde Unterstützung durch den Arbeitgeber.

Vor dem Chef verbergen viele ihr Leiden ohnehin lieber: Jeder Vierte der europaweit Befragten hat den Arbeitgeber nicht über seine Depression informiert. Ein Drittel dieser Befragten gab an, in der gegenwärtigen Wirtschaftslage um den Job zu fürchten.

Die wirtschaftlichen Kosten werden auf circa 92 Milliarden Euro - im Jahr 2010 innerhalb der Europäischen Union - geschätzt.


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