In Österreich nicht erhältlich Gesundheit

Deutscher Arzt warnt vor Grippemittel "Optaflu"

Deutscher Arzt warnt vor Grippemittel "Optaflu"

Der Impfstoff wirft Fragen nach seiner Verträglichkeit auf (© dpa/apa)

Grippeimpfung
Der Impfstoff wirft Fragen nach seiner Verträglichkeit auf
Ein Berliner Arzt warnt vor dem in der EU seit 2007 zugelassenen Grippemittel "Optaflu". Der Stoff des Pharma-Unternehmens Novartis sei nicht hinreichend getestet und möglicherweise krebserregend. Auch in Österreich ist das Produkt zugelassen, aber derzeit nicht am Markt.

Mit Herbstbeginn ist auch die Zeit der Grippeimpfungen angebrochen. Einer der möglichen Impfstoffe ist das Produkt "Optaflu" von Novartis. An der Gesundheitsverträglichkeit dieses Mittels kommen nun ernste Zweifel auf. Wie der "Berliner Kurier" berichtete, warnt der Berliner Arzt Wolfgang Becker-Brüser vor dem Impstoff.

+++ Herbstzeit ist Grippezeit: Wie Sie sich davor schützen +++

"Darin sind Gen-Bruchstücke enthalten, die noch Krebs-Informationen enthalten können", wird Becker-Brüser zitiert. Der Grund dafür liege in der Herstellung. Der Wirkstoff wird in speziellen Tumor-Zellen von Hunden gezüchtet. In den USA ist "Optaflu" verboten, in der EU hat das Mittel die Hürde der Zulassung aber genommen. Die Zulassungsbehörde in Deutschland, das Paul-Ehrlich-Institut, dementierte eine mögliche Gefahr und gab an, dass "Optiflu" in 100.000 Fälle ohne Komplikationen eingesetzt worden sei.

Becker-Brüser kritisiert, dass in einer Studie zum Mittel nur 4000 Personen untersucht wurden. Außerdem sei der Zeitraum der Untersuchung von einem halben Jahr (nach der Impfung) zu kurz bemessen. Daher rät der Arzt und Herausgeber der Publikation "Arznei-Telegramm" seinen Patienten, auf althergebrachte Stoffe zurückzugreifen. In Hamburg und Schleswig-Holstein wurde "Optaflu" deswegen eingesetzt, weil es bei einem anderen Mittel von Novartis, "Begripal", Lieferengpässe gibt.

AGES: In Österreich derzeit nicht am Markt
Heute.at hat bei der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) nachgefragt, ob das umstrittene Mittel auch Österreich verabreicht wird. Laut Marcus Müllner, Leiter der Medizinmarktaufsicht, ist das Produkt zwar EU-weit zugelassen, aber in Österreich derzeit nicht am Markt.

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