Ziel: Ausrottung der Krankheit Gesundheit

Hepatitis - Virusinfektion wird beherrschbar

Hepatitis - Virusinfektion wird beherrschbar

Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag. (© Fotolia)

Gesundheit video (©Vielgesundheit.at)

A, B, C, D, E - das sind die häufigsten Varianten der sogenannten Virushepatitis. Es handelt sich um durchaus unterschiedliche virale Krankheitserreger. Am gefährlichsten sind die chronische Hepatitis B und die in den meisten Fällen chronisch verlaufende Hepatitis C. Bei letzterer gibt es allerdings immer bessere Behandlungsmöglichkeiten. Die Hepatitis B könnte durch die Impfung aller Menschen ausgerottet werden, was auch das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist. Mehr Infos erfahren Sie auch im Video über Hepatitis von Vielgesundheit.at.

Hepatitis
Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag.
Die fünf Viren, welche Leberentzündungen hervorrufen, verursachen im Jahr - so die WHO im Vorlauf zum Welt-Hepatitis-Tag (28. Juli) - rund 1,4 Millionen Todesopfer. Jährlich kommt es bei weiteren etwa 1,4 Millionen Menschen, diese Zahl kann aber nur sehr ungenau sein, zu einer zumeist ausheilenden Hepatitis A (vor allem durch mit Fäkalien belastetes Wasser, die Sterblichkeit beträgt 0,1 bis 0,3 Prozent).

In den meisten Fällen aber wird die Erkrankung nicht einmal bemerkt, "Gelbsucht" stellt sich bei weitem nicht immer ein. Die "Reisekrankheit" Hepatitis A kann leicht durch Impfung verhindert werden.

Die Hepatitis B und die Hepatitis C werden vor allem durch Blutkontakte (Hepatitis B auch durch sexuelle Kontakte) übertragen. Ein Drittel der Hepatitis B-Infektionen verläuft symptomlos, ein Drittel mit grippeähnlichen Beschwerden, ein Drittel mit Gelbsucht.

2 Milliarden Menschen infiziert
Fünf bis zehn Prozent der Erkrankungen werden chronisch. Weltweit sind zwei Milliarden Menschen infiziert, pro Jahr gibt es eine Million Todesopfer. 240 Millionen Menschen leben mit chronischer Hepatitis. In Österreich sind etwa 42.000 Menschen chronisch Hepatitis B-infiziert und können die Infektion übertragen, was zu 60 bis 70 Prozent via Intimkontakte erfolgt. Nur 35 Prozent der Österreicher sind geimpft. Am besten wäre für alle Menschen die Kombi-Impfung gegen Hepatitis A und B.

Bei chronischer Hepatitis B drohen im Endeffekt Leberzirrhose und Leberkarzinome. In den vergangenen Jahren hat sich die Behandlung durch die Anwendung von antiviralen Medikamenten, deren Wirkmechanismus ursprünglich für die Therapie der HIV-Infektion entwickelt wurde, deutlich verbessert.

Übertragung durch unreine Nadeln
Hepatitis C wurde früher vor allem über Bluttransfusionen und Plasmaprodukte übertragen. Nach Einführung von Tests und Inaktivierungsverfahren für Blut und Blutprodukte kommt es vor allem unter Drogensüchtigen, die dasselbe Spritzbesteck teilen, zu weiteren Infektionen. Tätowierungen und Piercings sind bei der Verwendung verunreinigter Instrumente ebenfalls ein Risikofaktor.

Durch die Entwicklung neuer Therapieoptionen lässt sich die Prognose in vielen Fällen weiter verbessern. So können mit neuen Proteaseinhibitoren (ähnlich den HIV/Aids-Medikamenten) in Kombination mit der Standardtherapie (Interferon alpha/Ribavirin) Heilungsraten zwischen 70 bis 80 Prozent erzielt werden. Neueste Entwicklungen deuten darauf hin, dass in Zukunft eine Therapie mit Tabletten auch ohne Interferon erfolgen könnte. Interferon ist nur per Injektion applizierbar und ruft häufig Nebenwirkungen hervor.

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