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09.08.2012

Wenn Sex zur Qual wird

Skurrile Ängste als ultimativer Lustkiller

Sex birgt für manche Leute einige Gründe, sich zu fürchten.

Sex birgt für manche Leute einige Gründe, sich zu fürchten. (© Fotolia)

Ängste, auch als Phobien bekannt, plagen ziemlich viele Menschen. Sie gelten als sogenannte Zivilisationskrankheiten. Spinnen, Höhen, enge Räume, Menschenmengen,... - die Liste, wovor man sich fürchten kann, ist lang. Unter den bekannten Phobien sind auch viele, die mit dem Thema Sex peripher oder direkt zu tun haben. Heute.at hat die skurrilsten für sie gesammelt.

Was für die meisten Menschen vollkommen normal ist, wird für einige zur Qual - auch wenn es unwahrscheinlich klingen mag, es gibt Leute, die vor Zwischenmenschlichem und Intimitäten panische Angst haben, die sie daran hindert, Glück in der Zweisamkeit zu finden.

Solche Phobien lassen sich wissenschaftlich genauso beweisen wie die Astraphobie (Donner und Blitz), die Ophiophobie (Schlangen) oder die Dentalophobie (Zahnarzt). Die folgende Liste der mit Sex verbundenen Ängste ist also durchaus ernstzunehmen, auch wenn das bei der einen oder anderen Phobie etwas schwerfallen mag. Außerdem lernen Sie ein paar medizinische Fachbegriffe, mit denen Sie ihre Kollegen und Freunde beeindrucken können.

Coitophobie
Dieser Begriff beschreibt die Angst vor dem tatsächlichen Geschlechtsakt. Für Leute, die darunter leiden, mögen andere Arten der körperlichen Zuneigung keinerlei Probleme darstellen, wenn es richtig zur Sache gehen soll, lässt das die Phobie allerdings nicht mehr zu.

Sarmassophobie
Eine Stufe davor findet man die Angst vor Petting bzw. körperlichen Zärtlichkeiten. Allein der Gedanke an das körperliche Liebkosen eines Partners, oder gar selbst liebkost zu werden, löst bei manchen Leuten Angstzustände aus. Durch die sogenannte Philemaphobie wird bereits das Küssen zur psychischen Belastung.

Gymnophobie
Ein bisschen Schamgefühl steckt wohl in den meisten von uns, außer man ist professioneller Flitzer oder Dauergast an FKK-Stränden. Dennoch gibt es Leute, die beim Anblick von Nacktheit an anderen und sich selber das Fürchten bekommen. Und das müssen nicht zwingendermaßen irgendwelche bibelfesten Fundamentalisten sein. Ähliches beschreibt die Dishabiliophobie - die Angst, sich vor jemandem auszuziehen.

Kurzer Check, ob noch alles funktioniert.

Kurzer Check, ob noch alles funktioniert. (© Fotolia)

Oneirogmophobie
Zugegeben, diese Angst lässt sich nur sehr schwer kontollieren. Besonders in der Pubertät. Sie beschreibt nämlich die Angst vor Feuchten Träumen. Wenn ihr Partner manchmal nachts schweißgebadet aufwacht, muss er nicht zwingendermaßen von Monstern oder dem eigenen Ende geträumt haben. Nein, das Sandmännchen könnte ihm einen Traum vom Sex mit einem Supermodel geschickt haben. Ein Zusammenhang der Phobie mit der Erziehung in einem katholischen Internat kann nicht nachgewiesen werden.

Phallophobie
Wie unschwer zu erraten sein wird, handelt es sich hierbei um die Angst vor dem (eregierten) männlichen Glied. Natürlich gibt es hierbei auch das Gegenstück, nämlich die Angst vor den weiblichen Geschlechtsorganen - die Eurotophobie. Noch weiter ins Detail geht hier die Ithyphallophobie. Der Betroffene hat dabei die Angst, eine Erektion zu sehen, an eine zu denken oder sie gar zu haben. Die Furcht, ebengenannte Erektion zu verlieren, wird von den Fachleuten als Medomalacophobie bezeichnet. In Zeiten von Viagra und Co. eine einfach zu bekämpfende Phobie. Sollte man meinen.

Pathophobie
Sollte ihr Partner beim Sex auf den Gebrauch von mehr als einem Präservativ bestehen, und er oder sie gleich nach dem Geschlechtsakt für eine viertel Stunde unter der Dusche verschwindet und die Bettwäsche in die Maschine schmeißt - dann kann es sein, das hier ein Fall von Angst vor (Geschlechts)Krankheiten vorliegt. Eventuell ein milder.

Osphresiophobie
Diese Angst kann einen auch dazu zwingen, im Hochsommer nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Hierbei ist es Körpergeruch, der zum Fürchten ist. Und da Sex im Idealfall eine körperliche Ertüchtigung ist, bei der die Schweißproduktion aktiviert wird, kommt es dabei auch zu Körpergeruch. Also zu einem phobiebedingten Abturner.



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