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21.09.2012

Escort-Service per Handy

Wirbel um Android-Sex-App "Utoopi"

Menschenhandel und Prostitution - Die rumänischen Frauen kamen und erwarteten sich einen Job als Putzfrau. Stattdessen endeten sie als "versklavte" Prostituierte

(© APA/Symbolbild)

Eine App, über die man per Handy einem Sexclub beitreten kann, sorgte in den USA für Aufregung. Grund: Diese Innovation stelle für illegale Sexhändler einen einfachen Zugang dar. Die App wurde inzwischen bereinigt.

Kritiker sind entsetzt, weil diese Innovation auch ein einfacher Zugang für illegale Sexhändler ist. Google hingegen wehrt sich mit der für die Gegner unzureichenden Aussage, stets die neueste Technologie zu verwenden und mit der Polizei zusammenzuarbeiten.

Bezahlter Sex jederzeit verfügbar
Nicht nur der Spaßfaktor mancher User, der jederzeit auf bezahlten Sex in seiner Umgebung zugreifen kann, wird mithilfe dieser App erhöht, sondern auch die Gefahren der illegalen Sexareit. Laut der Wiener Therapeutin Gerti könne diese Sexpromotion den Weg zu illegalem Sexhandel tatsächlich erleichtern.

"Ich glaube nicht, dass solch eine App eine massive Veränderung auslösen wird, da Sexdienste auch zum Beispiel im Telefongespräch entgegengenommen werden können", so die Sexualtherapeutin. Dennoch könne das mobile Escort-Angebot Impulshandlungen, also Handlungen ohne eine bewusste Entscheidung, fördern, die kritisch nicht überprüft sind und somit eine Gefahr darstellen.

Mögliche Nachteile noch unreflektiert
Die Liste der Vorteile dieser Sex-App fällt im Gegensatz zu den möglichen negativen Folgen relativ kurz aus. Bis auf die einfache Anwendungsmöglichkeit lassen sich der mobilen App keine besonderen Vorteile nachsagen. "Für diejenigen, die Sexdienste in Anspruch nehmen wollen, sind diese ohnehin erreichbar", meint Senger. Die Gefahr des Gebrauchs dieses rezenten Angebots ist bisher nur wenig reflektiert.



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