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27.09.2012

"Ja, ich will..."

Traditionelle Bräuche bei heimischen Hochzeiten

Bride and Groom

Eine Hochzeit soll ein Erlebnis sein. (© Fotolia)

Heiraten ist eine tolle Sache. Aber heutzutage hat es viel von dem Zauber vergangener Tage verloren. Doch in den ländlichen Gebieten Österreichs wird der Bund der Ehe noch mit groß angelegten Festen begangen. Rund um den eigentlichen Akt werden teils seit Jahrhunderten überlieferte Traditionen gepflegt und von Generation zu Generation weitergegeben, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Heute.at hat einige dieser Rituale und Bräuche für Sie zusammengeschrieben.

Der Polterabend
Ein sogenannter "Polterer" wird heute noch vor fast jeder Hochzeit abgehalten. Die zukünftige Braut feiert mit ihren besten Freundinnen so wie der Braut mit den seinen. Es wird viel getrunken, mit Limousinen herumgefahren, es gibt Striptease-Tänzer(innen) und allerlei peinliche Spielchen zu absolvieren. Fälschlichereweise wird hier der Junggesellenabschied mit dem Polterabend gleichgesetzt.

Ursprünglich geht der Begriff aber auf das Zerschlagen von Geschirr vor dem Haus des Brautpaares zurück. Scherben sollen ja bekannlich Glück bringen. Die designierten Eheleute müssen dann die Scherben gemeinsam aufkehren, symbolisch dafür, dass sie anstehende Probleme im Eheleben gemeinsam lösen werden.

"Staungaziagn"
Kinder und Jugendliche blockieren mit Seilen und Schnüren den Weg zur Kirche und alle Teilnehmer der Hochzeitsgesellschaft müssen, um passieren zu können, einen Wegzoll zahlen.

Die Brautjungfern
In früheren, reineren Zeiten mussten die Brautjungfern unbedingt unverheiratete Mädchen sein. Deshalb auch der Begriff "Jungfer", da man damals zumeist erst mit dem Eintritt in die Ehe die Jungfräulichkeit verloren hat. Sie sollten dem Aberglauben nach die Geister verwirren, die der Braut etwas Böses wollten.

Kranzlabtanzen
Die Braut wird mit Kopftuch und Schürze "verkleidet" und bekommt Schaufel und Besen in die Hand gedrückt. Beide Brautleute müssen nun Kleingeld, dass ihnen von den Hochzeitsgästen zugeworfen wird, einsammeln. Dieses Spiel soll den Zusammenhalt in der Ehe symbolisieren. Heutzutage baut man Schwierigkeitsgrade ein, in dem man dem Bräutigam zum Beispiel Taucherflossen und Boxhandschuhe anzieht.

hochzeitstag

Der Brautstrauß (© Fotolia)

Brautstrauß werfen
Der Klassiker, auf den sich alle unverheirateten Frauen bei einer Hochzeit freuen. Rücklings wirft die Braut ihren Brautstrauß in die versammelte Menge der weiblichen Junggesellinnen. Diejenige, die ihn fängt, soll als nächste vor dem Altar stehen. Das männliche Gegenstück dazu ist das Strumpfband werfen. Hier stibitzt der Bräutigam seiner Frau das Strumpfband und wirft es den Jungesellen zu. Auch hier gilt - der Fänger kommt als nächstes unter die Haube.

Das Strumpfband kann auch versteigert werden. Die männlichen Anwesenden dürfen bieten, und mit jedem Gebot hebt die Braut ihr Kleid etwas höher. Derjenige, der am Ende den Zuschlag erhält, darf der Frischvermählten das Band selbst vom Schenkel ziehen.

Reis werfen
Das Brautpaar wird beim Verlassen der Kirche oder des Standesamtes mit Reis beworfen. Das soll für Fruchtbarkeit im Eheleben sorgen.

Brautschuhe
Mancherorts soll es dem Brautpaar Geldsegen bringen, wenn sich die Braut in einen ihrer Schuhe eine Münze steckt. Auch wird behauptet, dass es sich positiv auf das finanzielle Wohl der Eheleute auswirkt, wenn die Brautschuhe mit gespaarten Cent-Münzen bezahlt werden. Die Braut muss sich die Schuhe aber unbedingt selber kaufen, da damit verhindert wird, dass sie ihrem Mann in der Zukunft davon läuft.

Brautschleier
Früher wurde der Brautschleier nach vollzogener Trauung als ein Symbol des Glückes zerrissen. Dieser Brauch findet sich heute in abgewandelter Form wieder. Die bunten Bändchen auf Rückspiegeln und Antennen der Autos der Hochzeitsgesellschaft symbolisieren den zerrissenen Schleier.

Bei den alten Germanen sollte der Schleier zudem verhindern, dass Dämonen durch die Nasenlöcher der Braut schlüpfen. Außerdem darf er erst am Hochzeitstag und nicht vorher angelegt werden, da dies ein schlechtes Omen für die Ehe bedeutet.

Braut bei einem Brautausstatter

Das Brautkleid (© Fotolia)

Brautkleid
Die Braut darf sich ihr Kleid auf gar keinen Fall selber schneidern, da dies Unglück bringen soll, so wie schon ein altes Sprichwort besagt - "So viele Stiche, so viele Tränen". Diejenige, die den ersten Stich eines Brautkleides näht, wird binnen eines Jahres heiraten. Und um wirklich Glück zu bringen, sollte das Kleid erst kurz vor dem Hochzeitstermin fertiggestellt werden. Auch sollte am Tag der Eheschließung noch letzte kleine Adjustierungen daran vollzogen werden, um ganz sicher zu gehen.

Heutzutage will die Braut den Bräutigam mit dem schönen Hochzeitskleid überraschen. Damals galt es als Bote des Unglücks, wenn der Ehemann das Brautkleid schon vor der Hochzeit zu Gesicht bekam.

Ein weiterer Aberglauben besagt, dass die Braut noch so viele Jahre leben wird, wie Knöpfe an ihrem Kleid zu finden sind.

Böse Geister sind im Volksglauben allgegenwärtig. Deshalb sollte die Braut am Tag der Hochzeit ihre Unterwäsche verkehrt herum tragen, um die Geister so zu verwirren.

Brautstehlen
Kaum ist man verheiratet, wird die Braut auch schon entführt. Der Brauch des Brautstehlens ist ebenfalls in vielen Regionen Österreichs weit verbreitet. Einige Gäste lenken den Bräutigam und seinen Trauzeugen ab um die Braut samt Strauß entführen zu können. Die Kidnapper "verschleppen" die junge Dame in ein nahegelegenes Lokal und trinken. Bier, Schnaps, Sekt,... Der Bräutigam muss seine Angetraute derweilen suchen. Hat er sie gefunden, muss er, um sie auszulösen, die angesammelte Zeche zahlen.



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