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12.10.2011
Finanzielle Allgemeinbildung
Bankgeschäfte: Wer was weiß, gewinnt!
Wissen ist Macht - und in der Finanzwelt vor allem bares Geld (© Fotolia)
1. Konsumkredit oder Kontoüberziehung? Bei einer Kontoüberziehung entfallen Bearbeitungsgebühr und Kreditsteuer. Sie sollte nur von kurzer Dauer sein, denn die Zinsen sind hoch (bis zu 13,25 %). Zudem kann die Bank den Rahmen jederzeit widerrufen. Bei höheren Beträgen sind Privatkredite vorteilhafter.
2. Was ist ein Hypothekaroder Wohnkredit? Langfristige Darlehen, die oft 10 bis 30 Jahre laufen. Sie dienen zur Schaffung von Wohnraum und werden üblicherweise mit der Immobilie besichert. Ein Bauspardarlehen kann günstiger sein. Die Zinsen für Bauspardarlehen sind nämlich mit 6 Prozent begrenzt. Beraten lassen!
(© Fotolia)
4. Was ist Bonität? Die Kreditwürdigkeit. Geprüft wird: Einkommen, Haushaltsrechnung, Abfrage beim Kreditschutzverband, Kontogebahrung usw.
5. Kann man Kredite jederzeit zurückzahlen? Nicht alle. Für Wohnkredite etwa über € 10.000,– oder mit langer Laufzeit sowie für Kredite während einer Fixzinsperiode gibt es meist Fristen oder Entschädigungsvereinbarungen (Vertrag beachten).
6. Was ist ein Fixzinssatz? Ein festgelegter, unveränderlicher Zinssatz (bei Konsumkrediten 1 bis 3 Jahre). Gegenstück ist der variable Zinssatz, der an eine Zinsleitklausel geknüpft ist. Diese richtet sich nach dem Euribor, dem Eurozinsswap oder der Sekundärmarktrendite (Börse-Rendite).
7. Wer macht den Euribor? 57 europäische Kreditinstitute, die an eine zentrale Stelle melden, was sie denn bereit sind, für Geld zu bezahlen, das sie sich zwischen 1 und 12 Monate lang ausleihen.
8. Effektivzinssatz? Das ist der „echte“ Preis eines Kredites, inklusive Spesen und Gebühren. Er drückt die Gesamtbelastung aus.
9. Nominalzinssatz? Jener Zinssatz, der tatsächlich auf das offene Kapital gerechnet wird. Er sagt nichts über die tatsächliche Kostenbelastung aus, weil dabei die Spesen nicht berücksichtigt werden.
10. Investmentfonds? Vereinfacht: Zahlen 10 Menschen je € 1000,– in einen Topf ergibt das € 10.000,–. Mit diesem Geld kauft das Fondsmanagement verschiedene Wertpapiere. Wenn das Vermögen im Fonds (Topf) steigt, steigt auch der aliquote Anteil, läuft es nicht so gut, verringert sich der Anteil. Vorteil: die Risikostreuung.
11. Fondssparplan? Viele Fondsgesellschaften bieten neben den Einmalanlagen auch Sparpläne an. Dazu wird ein festgelegter Betrag regelmäßig vom Konto abgebucht und investiert. Mit etwa € 100,– im Monat kann man so an der Börse mitmischen. Sparpläne sind flexibel: Man hat jederzeit die Möglichkeit, die Zahlungen auszusetzen, zu erhöhen oder zu verringern. Auch eine Kündigung ist kein Problem. Sparpläne sind aber kein Sparbuch, sondern ein Fondskauf auf Raten. Achtung: Bei geringen Beträgen wirken sich die Spesen überproportional aus.
12. Wo kauft/verkauft man Fonds? Es gibt viele Arten von Fonds. Für einen guten Überblick sollte m an s ich i n j edem Fall b ei mehreren auf Fonds spezialisierten Banken beraten lassen, zum Beispiel bei:
www.3bg.at
www.sparinvest.com
www.vkb-bank.at
www.meinlbank.com
Finanzfit ist...
- wer seine Einnahmen und Ausgaben plant und steuert (Haushaltsbuch)
- wer den Geldbedarf für Notfälle berücksichtigt
- wer für künftige Schritte (Wohnung, Auto, Kinder, Weiterbildung, Alter) vorsorgt und dafür Geld spart
- wer Grundkenntnisse über Bankgeschäfte und Kredite besitzt
- wer eine Beziehung zu seinem Geld hat und sich gegen finanziellen Ruin absichert (Berufsunfähigkeit, Krankheit)
www.bankundboerse.at
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