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23.01.2012
Mut zur Veränderung
Brigitte Jank: "2012 muss das Jahr der Reformen werden." (© Hofer)
Es werden auch 2012 wieder die Betriebe sein, die für Dynamik sorgen und die Konjunktur stärken. Ihr unternehmerisches Denken und Handeln bringt Österreich voran. Allerdings benötigen die Unternehmen dafür bestmögliche Rahmenbedingungen. "Gerade in den kommenden herausfordernden Zeiten ruhen auf der Wirtschaft unsere Hoffnungen. Allerdings wird die Wirtschaft den Karren nicht alleine ziehen können", sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien.
2012 muss daher das Jahr des Mutes zu umfassenden Reformen werden. Zum Beispiel in den verkrusteten staatlichen Verwaltungsstrukturen. Dafür ist auch die vielerorts vorhandene Schrebergarten-Mentalität endlich aufzugeben. Mehr Mut braucht es auch bei der Erledigung der Verwaltungsaufgaben und beim Angehen unpopulärer, aber notwendiger Anpassungen unseres Pensionssystems. Und natürlich Mut zur Neugestaltung des Bildungssystems, das in der Vergangenheit gute Dienste geleistet hat. Heute macht es die Kinder und Jugendlichen aber nicht mehr fit für die Zukunft. Jank dazu: "Das Jahr liegt vor uns. Die Handlungsfelder sind klar definiert." Vor diesem Hintergrund wird die Wirtschaftskammer Wien heuer selber spezielle Schwerpunkte setzen, die den Wirtschaftsstandort und die Wettbewerbsfähigkeit der Wiener Wirtschaftstreibenden stärken. So ist es etwa vor Kurzem gelungen, eine völlig neue Kooperation mit dem Stadtschulrat abzuschließen, bei der zukünftig alle Schüler der achten Schulstufe einen elektronischen Test durchführen, der ihre Talente und Begabungen feststellt. "Wir haben die historische Chance, die Schulen in Richtung Wirtschaft zu öffnen und für bessere Qualifikationen zu sorgen", so Jank.
Ein zweites Leitprojekt der Wirtschaftskammer Wien im neuen Jahr ist die Erstellung eines neuen "Masterplans Einkaufsstadt Wien", der die hohe Nahversorgungsqualität in den Bereichen Handel, Gastronomie und Gewerbe auch in der Zukunft sichern soll. "2012 kann ein gutes Jahr werden – wenn wir erkennen, dass wir Gestaltungsmöglichkeiten haben und diese auch nützen", sagt Jank.
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