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28.06.2011
Ethno-Bank-Studie
Banken punkten bei Zuwanderern
Die erste groß angelegte Ethno-Banking-Studie weist hohes Vertrauen von Zuwanderern in heimische Banken aus. Zuwanderer nutzen gerne Dienstleistungen österreichischer Banken.
Manuel Bräuhofer, Brainworker - Community Marketing (© Heute AHVV)
Man kann andere Kulturen nur richtig bedienen, wenn man seine eigene Kultur kennt; erst dann kann ein Gefühl der Wertschätzung gegeben werden, um Vertrauen aufzubauen.
Der Interessenfokus der Zielgruppe liegt dabei auf günstigen Konditionen, so die Studie. So sind für 75,5 bis 87,3 % der Befragten günstige Konditionen „sehr wichtig“. Auf Platz zwei rangiert offene und ehrliche Kommunikation. Zwischen 75 und 86,7 % der Befragten ist diese „sehr wichtig“. Um die Kommunikation mit ihren ethnischen Kunden zu verbessern, setzen heimische Banken immer stärker auf verschiedene Ethno-Banking-Konzepte. „Die Herausforderung des Ethno- Banking liegt darin, die Ansprüche aller Teilzielgruppen zu erkennen und Kundinnen und Kunden gemäß ihrer Erwartungen zu servicieren“, betont Manuel Bräuhofer, Executive Manager von „Brainworker – Community Marketing“ und einer von Österreichs Ethno-Marketing- Pionieren.Welche Rolle die Muttersprache für ein nachhaltiges Vertrauen von ethnischen Kunden spielt, zeigt die Studie: Für sogar 88,1 % der Zuwanderer mit türkischem Migrationshintergrund ist ein gleichbleibender Ansprechpartner, der die entsprechende Muttersprache spricht, „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Neben der Muttersprache ist für die meisten Zuwanderer auch wichtig, dass die Bankberater hinsichtlich ihrer Kultur ausgebildet sind, um dann eine kompetente Beratung leisten zu können: Für 71,9 % der TürkInnen und 55,5 % der BKS-Zuwanderer sind Kulturkenntnisse „wichtig“ oder „sehr wichtig“.
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