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28.06.2011

Ethno-Bank-Studie

Banken punkten bei Zuwanderern

Die erste groß angelegte Ethno-Banking-Studie weist hohes Vertrauen von Zuwanderern in heimische Banken aus. Zuwanderer nutzen gerne Dienstleistungen österreichischer Banken.

Das IFQM Institut für qualitative Marktforschung und die Wiener Diversity-Marketing-Agentur „Brainworker – Community Marketing“ befragten von Februar bis April 2011 im Auftrag des Finanzmarketingverbandes Österreich (FMVÖ) Personen mit Migrationshintergrund zu ihrem Vertrauen und ihren Erwartungen in Finanzdienstleister. Die Umfrage umfasste Personen mit Migrationshintergrund aus Bosnien-Herzegowina,Kroatien, Serbien (BKS) und der Türkei. Der Grundtenor dieser Umfrage ist ein hohes Vertrauen dieser Zielgruppen in heimische Banken – insbesondere bei berufstätigen Personen (30+): Auf einer Skala von 1 bis 10 liegt der Mittelwert dieser Altersgruppe bei 8,17. Zuwanderer erwarten auch viel von ihren Finanzdienstleistern.
Manuel Bräuhofer, Brainworker - Community Marketing

Manuel Bräuhofer, Brainworker - Community Marketing (© Heute AHVV)


Man kann andere Kulturen nur richtig bedienen, wenn man seine eigene Kultur kennt; erst dann kann ein Gefühl der Wertschätzung gegeben werden, um Vertrauen aufzubauen.
Der Interessenfokus der Zielgruppe liegt dabei auf günstigen Konditionen, so die Studie. So sind für 75,5 bis 87,3 % der Befragten günstige Konditionen „sehr wichtig“. Auf Platz zwei rangiert offene und ehrliche Kommunikation. Zwischen 75 und 86,7 % der Befragten ist diese „sehr wichtig“. Um die Kommunikation mit ihren ethnischen Kunden zu verbessern, setzen heimische Banken immer stärker auf verschiedene Ethno-Banking-Konzepte. „Die Herausforderung des Ethno- Banking liegt darin, die Ansprüche aller Teilzielgruppen zu erkennen und Kundinnen und Kunden gemäß ihrer Erwartungen zu servicieren“, betont Manuel Bräuhofer, Executive Manager von „Brainworker – Community Marketing“ und einer von Österreichs Ethno-Marketing- Pionieren.Welche Rolle die Muttersprache für ein nachhaltiges Vertrauen von ethnischen Kunden spielt, zeigt die Studie: Für sogar 88,1 % der Zuwanderer mit türkischem Migrationshintergrund ist ein gleichbleibender Ansprechpartner, der die entsprechende Muttersprache spricht, „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Neben der Muttersprache ist für die meisten Zuwanderer auch wichtig, dass die Bankberater hinsichtlich ihrer Kultur ausgebildet sind, um dann eine kompetente Beratung leisten zu können: Für 71,9 % der TürkInnen und 55,5 % der BKS-Zuwanderer sind Kulturkenntnisse „wichtig“ oder „sehr wichtig“.

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