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23.01.2012

Gaming via Internet

Wird teure Hardware bald überflüssig?

Cloud Gaming

Spielspaß aus der Wolke als Zukunftstrend oder verfrühter Hype gegen technische Windmühlen? (© Nintendo / Collage)

Cloud-Gaming Anbieter

Die Idee, die sich hinter dem nebulösen Begriff "Cloud-Gaming" verbirgt ist fast so alt wie das Internet selbst, und doch treten erst jetzt vereinzelte Dienste zögerlich auf den Plan um der Spieledistribution der Zukunft den Weg zu ebnen. Anbieter wie OnLive oder Gaikai startet mit umfangreichen Angeboten nun auch in Europa durch. Im Jahr 2012 gilt es dabei vor allem rechtliche Hürden zu überwinden, denn technisch und ökonomisch scheint der Weg über die Datenwolke dem Herkömmlichen weit überlegen zu sein. Heute listet die Pros und Contras des Cloud Gaming auf:

Pro: Die Anschaffung teurer Hardware wird obsolet
Wer brandneue Grafikfeuerwerke in ganzer Pracht genießen will muss teils tief in die Tasche greifen um hardwaretechnisch am Stand der Zeit zu bleiben. Mit Streamingdiensten wir der Rechenaufwand komplett auf die Server des Anbieters ausgelagert, der Anwender benötigt lediglich ein mittelmäßig ausgestattetes Endgerät mit flottem Internetzugang.

Pro: Langwierige Installations- und Patchvorgänge fallen weg.
Aktuelle Titel wie Star Wars: The Old Republic schaffen es schonmal auf Datenmengen im zweistelligen Gigabyte-Bereich. Insbesondere umfangreiche Content-Patches trüben das Spielerlebnis teils mit mehrstündigen Wartezeiten. Cloud-Gaming Anbieter sellen die Lauffähigkeit und Aktualität der Spielesoftware auf den Servern sicher und garantieren einen schnellen und frustfreien Einstieg ins eigentliche Game. Wenn man nur schnell eine Demoversion anspielen, und nicht gleich den ganzen Spielclient dafür runterladen und installieren möchte bietet Cloud-Gaming hierfür die eleganteste Lösung.

Pro: Copyright- und DRM-Lösungen werden hinfällig
Einer der störendsten Aspekte aktueller Spiele ist das Jonglieren mit unzähligen Logins für sogenannte "Launcher"-Programme, die zu  Kopierschutzzwecken  von vielen Publishern vorgeschrieben werden. Beim Cloud-Gaming sind alle Spiele am Server bereits so konfiguriert, dass der Betrieb zusätzlicher Spionagesoftware wie  EAs Origin , Steam oder Windows Live nicht mehr notwendig ist. Spielstände und Multiplayer-Informationen werden allgemeingültig beim Cloud-Gaming Anbieter gespeichert und unter einem zentralen Login zur Verfügung gestellt.

Pro: Umweltgedanke
Der Materialverschleiß für Spieleverpackungen, Datenträger und Hardware wird drastisch minimiert was nicht zuletzt auch der Umwelt zugute kommt. Wer also dem Ökogedanken Rechung trägt ist mit Cloud-Gaming guten Gewissens am Zocken.

Lesen Sie auf Seite 2 alles was aus derzeitiger Sicht gegen Cloud-Gaming spricht

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emb

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