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The Darkness 2 auf Herz und Nieren geprüft

The Darkness 2 auf Herz und Nieren geprüft

Arme der Finsternis und Pistolen: So setzt Jackie Estacado richtig zu. (© GamingXP / 2K Games)

The Darkness 2
Arme der Finsternis und Pistolen: So setzt Jackie Estacado richtig zu.
Wir haben „The Darkness 2“ mit Spannung erwartet, nicht zuletzt dank eines spannenden Previews mit Lead Designer Tom Galt. Jetzt ist der zweite Teil der Comic-Adaption endlich im Handel und wir haben ihn quer über alle Plattformen auf Herz und Nieren geprüft. Hält das Actionspiel rund um Mafioso Jackie Estacado und seine Kräfte der Finsternis, was wir uns davon versprechen?

Kurz zur Erinnerung: Jackie Estacado, Protagonist von „The Darkness“, wurde 1996 von den Comic-Branchengrößen Marc Silvestri, Garth Ennis und David Wohl erdacht und gab 2007 ein erfolgreiches Videospiel-Debüt. Inzwischen – in der Story sind zwei Jahre seit dem Vorgänger vergangen – ist Jackie zum Paten aufgestiegen und hat in dieser Zeit darauf verzichtet, die Kräfte der Finsternis tatsächglich zu nutzen.

Vollgas in die Action
Eigentlich beginnt das Spiel beschaulich: Jackie genießt das Leben und geht mit heißen Frauen essen, sitzt mit zwei Blondinen im Restaurant. Doch eine Kugel im Kopf einer Begleiterin sowie ein danach durch die Scheibe rasendes Auto vermiesen Jackie das gemütliche Abendessen und die Laune. Schnell wird klar: Was nach harmlosem Mafia-Anschlag aussieht, hat einen viel düstereren Hintergrund. Eine Organisation namens „Die Bruderschaft“ hat es auf Jackies verborgene Finsterniskräfte abgesehen – Grund genug, eben die wieder in Aktion treten zu lassen.

Dank des neuen Features „Quad Wielding“ gestaltet sich das Gameplay denkbar anders, als bei anderen First-Person-Shootern. Die Finsternis verleiht Jackie zwei simultan steuerbare Tentakel, wovon einer zum Aufheben bzw. Wegschleudern und der andere für Nahkampfattacken genutzt wird – und seine Pistolen kann er auch noch gleichzeitig nutzen, zumindest, wenn der Spieler sich mal an die dafür nötige Steuerung gewöhnt hat. Das bedeutet jedenfalls massig unterschiedliche Möglichkeiten, wie genau Sie sich unliebsamer Gegner entledigen können.

Clever im Comic-Look
Die Gegner verhalten sich zum Großteil, wenn auchn nicht immer, durchaus clever. Zu Gute kommt ihnen dabei, dass sie über die Schwäche der Finsternis Bescheid wissen und dies natürlich zu ihrem Vorteil nutzen. Im Spielverlauf bedienen sich die verschiedenen Widersacher aus den Reihen der Bruderschaft immer öfter Taschenlampen, Autoscheinwerfer und anderer Lichtquellen, da Jackie seine Kräfte nur in der Finsternis nutzen kann. Das macht Ihnen als Spieler schon das Leben schwer!

Geschmackssache ist indes die überarbeitete Optik des Spiels, denn die geht diesmal mehr in Richtung Comic. Kritisch gesehen mag das ein Versuch gewesen sein, Jugendschützern wie der deutschen USK zu gefallen (dann mit wenig Erfolg, die USK-Version wurde merklich geschnitten); andererseits ist „The Darkness“ im Original ein Comic, ein Comic-Look für die Spielumsetzung also eigentlich sehr passend. Jedenfalls ist aber zu sagen, dass leider einige Grafikfehler eine merkliche Schwäche des Spiels darstellen.

Auch gemeinsam stark
Toll gelungen ist auch der Mehrspieler-Koop-Modus. Hier spielen Sie einen von vier Handlangern – okay, die Auswahl ist nicht all zu groß – des Hauptcharakters, die sich in Jackie Estacados Auftrag auf Missionen begeben, die wiederum inhaltlich mit der Haupthandlung verwoben sind. Alle vier verfügen dabei ähnlich wie Jackie jeweils über ein dunkles Artefakt und zugehörige Fertigkeiten. Ebenso wie der Protagonist des Hauptspiels erwerben auch die Koop-Charaktere mit der Zeit zusätzliche Fähigkeiten und können den eigenen Vorlieben entsprechend ausgestaltet werden.

Das Warten auf „The Darkness 2” hat sich also definitiv gelohnt. Das neue Abenteuer von Jackie Estacado ist anders, ohne dabei auf essenzielle Bestandteile des Vorgängers zu verzichten. Zugegeben, die Story ist nicht ganz so fesselnd wie in Teil 1 und der neue Grafik-Stil wird nicht jeden zusagen. Doch dafür entschädigt der Titel mit neuen Gameplay-Elementen (z.B. simultan bewegbare Tentakel, Sammelobjekte und Fähigkeitssystem), die für noch mehr Tiefgang sorgen, einem gelungenen Koop-Modus und einem düsteren Setting.

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