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"Guild Wars 2" endlich angespielt

"Guild Wars 2" endlich angespielt

Bezaubernd: Schöne Charakter-Optionen, schöne Welt (© GamingXP / NCSoft)

Guild Wars 2
Bezaubernd: Schöne Charakter-Optionen, schöne Welt
Das 2005 erschienene „Guild Wars“ und seine drei Erweiterungen (zwei davon allein spielbar) war einer der ersten großen Rivalen des MMORPG-Königs „World of Warcraft“. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an „Guild Wars 2“, das bereits 2007 erstmals angekündigt wurde und ob der recht langen Entwicklungszeit schon als Erbe für den Vaporware-Thron von „Duke Nukem Forever“ gehandelt wurde. Doch am vergangenen Wochenende hat NCSoft endlich eine ausgewählte Spielerschaft zum Closed Beta-Event und damit ersten tieferen Einblicken ins Spiel geladen. Ist es das lange Warten wert?

Charaktere mit Tiefe
Für begeisterte Rollenspieler ist die Entstehung eines neuen Charakters immer etwas Besonderes, die Charaktererstellung also die erste Visitenkarte eines RPGs. „Guild Wars 2“ kann hier gleich in zweifacher Weise punkten: Zum einen mit Übersichtlichkeit und zum anderen mit der Möglichkeit in gewisser Weise seine Vorgeschichte durch eine Vielzahl von rassen- und klassenabhängigen Optionen festzulegen.

Am Anfang steht freilich genretypich die Rassenwahl. Derer fünf wird es zum Start geben, drei konnten wir uns beim Preview ansehen. Dann folgt volksunabhängig die Wahl einer der acht Klassen Ingenieur, Nekromant, Elementarmagier, Dieb, Krieger, Waldläufer, Mesmer oder Wächter. Da das Spiel zum Großteil auf eine klassische MMO-Rollenverteilung mit Tanks, Heilern usw. verzichtet, kann man wirklich den eigenen Vorlieben folgen. Nach der Gestaltung des Aussehens folgt die bereits angesprochene Erstellung der Hintergrundgeschichte und die Namenswahl.

Variantenreicher Start
Nach einem stimmungsvollen Introvideo erwartet uns anstelle eines dichten Questdschungels ein NPC, der die Hauptstory für den jeweiligen Helden einleitet und über Sidequest im Startgebiet informiert. Auf ein Tutorial wird, zumindest in der Beta-Version, verzichtet – eigentlich in Ordnung, da man mit einem sehr kleinen Repertoire an Fertigkeiten beginnt. In weiterer Folge gilt es natürlich in bester MMO-Manier, in einem eigentlich recht komplex wirkenden System aus diversen Professionen und Fertigkeiten die richtige Wahl zu treffen. Anfangs viel wichtiger ist der Variantenreichtum, und die Startszenarios der drei Rassen gestalten sich hier erfrischend unterschiedlich.

Als Charr bewegt man sich als kleines Rädchem im System in einer militärisch organisierten Gesellschaft, deren drei Legionen im Zwist liegen. Die Umgebungen sind dabei steppenartig und stets etwas militärisch angehaucht. Bei den Menschen hingegen findet man sich mitten in einem Konflikt zwischen Minotauren und den Bewohnern einer Siedlung wieder. Die Landschaft gestaltet sich dabei ländlich, geprägt von Ordnung und den Farben Grün und Braun. Die ersten Schritte als Norn erinnern hingegen ein wenig an „The Elder Scrolls V: Skyrim“, denn in den Settings dominiert Natur, Schnee und ein nördlicher Charakter. Das Leben ist geprägt von einem starken Sippengefüge und der lebensnotwendigen Jagd. Szenarien also, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Inhalte für Alle
Gerade, da es keine feste Zuteilung in Rollen wie Heiler oder Tank gibt, ist eine gute Charakterplanung von großem Vorteil – ansonst gerät man im PvP-lastigen Spiel leicht ins hintertreffen. Für den Kampf Spieler gegen Spieler wird es verschiedenste Modi geben, ebenso wie  großzügigen instanzierten Content. Eine Fülle an Möglichkeiten, die man am kurzen Preview-Wochenende kaum näher erforschen kann, die aber erstaunt und Großes erhoffen lässt.

Alles in allem bleibt nach einem Wochenende mit „Guild Wars 2“ ein positiver Gesamteindruck. Angefangen bei einer schönen Charaktererstellung besticht das Spiel zudem durch Abwechslungsreichtum, eine Fülle an Möglichkeiten und spannende Questreihen. Für jene, die sich in einer fernen Galaxie nicht allzu wohl fühlen und die auf ein erfrischend klassisches MMORPG, das in vielen Aspekten einen eigenen Weg beschreitet, warten, verspricht „Guild Wars 2“ in diesem Jahr die Chance ihr Glück zu finden.


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