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13.11.2012

Kriminalamt warnt

"Polizei-Virus" verseucht heimische Computer

Bundeskriminalamt: Neue Betrugswelle durch vermeintlich gesperrte Computersysteme im Anmarsch

Der Virus fordert Nutzer auf, Geld zu bezahlen, um Sperren wieder aufzuheben (© Bundeskriminalamt)

Ein Virenprogramm, das vorgibt, von der Bundespolizei und dem Bundeskriminalamt zu stammen, bedroht heimische Computer. Den Nutzern soll Geld aus der Tasche gelockt werden, damit gesperrte Bereiche wieder freigeschalten werden. In Österreich sind bereits etwa 1000 Rechner betroffen.

Zu dem Virus gesellt sich eine weitere Schadsoftware, welche ebenfalls Teile des Betriebssystems, insbesondere die Internetanbindung und installierte Virensoftware sperrt und sich als Warnmeldung eines namhaften Softwareherstellers ausgibt. Einziges Ziel dieser Attacken ist es, den Benutzer zur Zahlung von Geldbeträgen via einschlägigen Zahlungsmethoden wie U-Cash, Paysafe oder Kreditkarten für die Freischaltung der Sperren zu veranlassen.

Auch wenn das System nach Bezahlung wieder freigeschalten wird, kann es jederzeit wieder zu einer Sperre kommen, wenn keine Bereinigung der Schadsoftware stattfindet. Seitens der Polizei wird geraten, keine Zahlung durchzuführen, da weder eine Behörde, sei es Polizei, Justiz oder Finanz, noch ein seriöses Unternehmen, auf diese Art und Weise Zahlungen einfordert.

So entfernen Sie die Schadsoftware
Eine allgemeingültige Anleitung, was im Fall des Virenbefalls zu tun ist, gibt es leider nicht. Für die Entfernung der Schadsoftware finden sich mittlerweile im Internet zahlreiche hilfreiche Seiten, welche es auch "ungeübteren" Benutzern möglich machen sollte, die Schadsoftware ohne den Verlust der eigentlichen Benutzerdaten und der Neuinstallation des Betriebssystems, zu entfernen. Wertvolle Informationen gibt es etwa HIER und HIER.

Zum Schutz vor einem Befall mit dieser Schadsoftware gibt es einiges zu beachten: Man sollte regelmäßig ein Systemupdate durchführen, Firewall und Virenschutz installieren sowie aktuell halten. Empfohlen sind auch regelmäßige Programmupdates. Achten Sie darauf, verdächtige und unbekannte Mails zu löschen, ohne zuvor darin enthaltene Links anzuklicken oder Anlagen zu öffnen.

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