Gerüchte um iTV Multimedia

Kommt jetzt auch der Apple-Fernseher?

Kommt jetzt auch der Apple-Fernseher?

Gerücht Nummer 3: Der iTV

Schlagzeile: "Apples iTV soll 2012 herauskommen"


Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass Apple an einem eigenen Fernseher arbeitet. Das wäre die logische Erweiterung des Unterhaltungspakets Apple TV. Außerdem ging Apple Ende 2011 eine Zusammenarbeit mit dem am TV-Geräte-Sektor tätigen Unternehmen Sharp ein. Doch da hört es mit der Wahrscheinlichkeit auch schon wieder auf. Apple müsste schon sehr, sehr schnelle Entwicklungsarbeit leisten, um nur wenige Monate nach der Kooperation bereits ein Gerät auf den Markt bringen zu können.

Getrost überhören kann man als Technik-Fan die Details davon, was der Fernseher alles leisten können wird. Wird etwa von "Touchscreen", "Sprachsteuerung" und "App Store" geschrieben und gepostet, dann kommt einem das irgendwie bekannt vor. Woher nur? Vielleicht vom iPhone und iPad, wo diese Technik-Spielereien bereits im Einsatz sind? Keine Sorge! Sicher ist: Bis das TV-Gerät erscheint, "weiß" man auch schon wieder viel mehr Details.

Lesen Sie weiter - Gerücht Nummer 4: Die Apple-Kamera
(© Mockup)

Apple iTV
Ein möglicher Apple iTV
Die Gerüchte verdichten sich, Apple stelle neben dem bereits als Bank gehandelten iPad3 auch ein eigenes TV Gerät im Rahmen der heutigen Keynote in San Francisco vor. Was ist dran an den Gerüchten, und viel wichtiger - was sollte ein möglicher Apple-TV können, um aus der Masse herauszustechen? Ein Gedankenexperiment.

Fernsehsender waren gestern, die Zukunft ist On-Demand
Die in der hauseigenen iTunes Mediathek angebotenen Filme und Serien sind ein ungehobener Schatz. Derzeit hat Apple kaum Geräte im Portfolio, die in der Lage wären, aus dem umfangreichen Full-HD Repertoire zu schöpfen. Damit läge es nahe, dem Angebot eine würdige Bühne in Form eines Fernsehgerätes zu bieten. Apples Verhandlungsgeschick in medienrechtlichen Fragen könnte zudem ein entscheidender Faktor sein, um Services wie Hulu oder Netflix auch endlich auf internationaler Ebene zum Durchbruch zu verhelfen.

Set-Top-Box war gestern, die Zukunft ist On-Board
Die AppleTV Set-Top-Box ist unbequem, da eine zusätzliche Fernbedienung benötigt wird, und man am TV-Gerät erst auf einen eigenen Kanal wechseln muss, um das Angebot konsumieren zu können. Eine All-in-One Lösung stieße bei Konsumenten auf eine wesentlich breitere Akzeptanz als die kleine, schwarze Box, die immerhin mit 99€ zu Buche schlägt.

Fernbedienung war gestern, die Zukunft ist gesten- und sprachgesteuert
Patentanmeldungen und Case-Studies weisen darauf hin, dass Apple sich nicht vollends der Touch-Eingabe verschrieben hat. Die Fernbedienung für große, weiter entfernte Geräte ist der User selbst. Wer nicht händeringend durch Sender zappen möchte, kann auch per Spracheingabe mit dem TV interagieren, und wer beides befremdlich empfindet, der könnte ja immer noch sein iPad oder iPhone zücken, um dem Gerät Befehle zu erteilen.

Wii-U war gestern, die Zukunft ist iPad + Apple-TV
Was Nintendo kann, kann Apple schon lange. Eine intuitive User Experience durch Streaming von einem Gerät zum anderen ließe sich auf Basis von Apples Airplay spielend leicht auf einen Apple-TV übertragen. Wie das funktionieren kann hat ja bereits die Set-Top-Box gezeigt, eine Komplettlösung könnte letzte Stolpersteine wie hohe Latenzen und umständliches Umschalten aus dem Weg räumen.

Nach einigen Punkten, die klar für ein Apple-TV Gerät sprechen, möchten wir Ihnen natürlich auch mögliche Fehlschritte nicht vorenthalten.

Der Bildschirm
Firmen wie Philips oder Samsung investieren Milliarden in die Forschung und Weiterentwicklung moderner Bildschirmtechnologien. Apple besitzt keine eigenen Fertigungsstraßen und müsste die Technologie zukaufen. Die globalen Player, die in der Lage wären, den immensen Bedarf an Panels für einen weltweiten Marktstart von Apple-TVs zu decken, sind Samsung und Sharp. Mit ersteren liegt Apple bekanntlich im permanenten Rechtsstreit. Welche Panels will Apple also verbauen? Auszuschließen ist, dass es sich um moderne OLED-Screens handelt, da die Entwicklung teuer, und die weltweit gefertigte Menge zu gering ist. Auch Backlight LEDs und Plasmapanels sind zu teuer für ein Produkt, dass die breite Masse ansprechen soll, bleibt also nur mehr die weniger beliebte EDGE-LED Technik, bei der das Bild vom Rand des TVs ausgeleuchtet wird. Entspricht diese Technologie den hohen qualitativen Erwartungen, die Endkunden in ein Apple Gerät setzen? Man darf gespannt sein.

Wer einmal einen Fernseher kauft, der tut's nicht so schnell wieder
Der Markt für Fernseher hat mit traditionell langen Produktzyklen zu kämpfen, wodurch Innovationen nur langsam zum Kunden durchträufeln. Leidtragende dieses Umstandes war schon die 3D Technologie, die auch Jahre nach dem Kino-Durchbruch nicht so recht in den Wohnzimmern der Konsumenten Fuß fassen wollte. Die Geräte sind teuer, und wer sich erst vor wenigen Jahren einen neuen Fernseher zugelegt hat, wird mit dem Kauf eines Apple-TVs noch zuwarten. Anders als beim kurzlebigen Handymarkt könnte Apple diesen Umstand nicht, oder falsch einkalkuliert haben.

Die Konkurrenz schläft nicht
Eine derartige Nische, wie sie sich für das iPhone im Smartphone-Segment auftat, wird Apple im TV-Geschäft nur schwer finden. SmartTVs gibt es schon, und auch Online-Mediatheken und Streaming Server sind keine Technologien mehr, mit denen Apple den Markt aufmischen könnte. Es bleibt also abzuwarten, wie Apple ein TV Gerät positionieren will, um es von der Konkurrenz abzuheben. Fakt ist, dass Samsung mit Sicherheit schneller auf mögliche Überholmanöver reagieren wird, als es seinerzeit Nokia am Handymarkt (nicht) tat.

Der Preis
Fernseher sind teuer, und Apple rechnet gerne mal für den Namen noch einen 20 prozentigen Aufschlag drauf. Was sich der Riese aus Cupertino einfallen lässt, um hier mit der billigen asiatischen Konkurrenz Schritt zu halten, wird noch Stoff für Spekulationen sein.

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