GDC 2012 Multimedia

Crytec hält Wort und Kara überrascht

Kara Demo

Kara Demo

Nachdem wir 2012 schon als das Jahr der grafischen Revolution bezeichnet hatten scheint sich dieses leider noch ein wenig zu verzögern. Zwar zeigte Crytec wie versprochen Footage zur Cryengine 3, aber Epic Games großangekündigte Präsentation der Unreal Engine 4 blieb ausgewählten Personen vorbehalten, die sich darüber hinaus dem stoischen Schweigen verschreiben mussten.

Allein diese Tatsache beraubt uns zwar der Möglichkeit Ihnen an dieser Stelle ein grafisches Feuerwerk aufzutischen, spricht aber Bände über die technologische Grundlage der streng geheimen Präsentation. Da wollte wohl irgendjemand vermeiden, dass Informationen über eine mögliche Next-Gen Plattform an die breite Öffentlichkeit dringen.

Cryengine Demo überzeugt
Crytec hingegen lieferte in einem knapp 7-minütigen Video Eindrücke aus bereits bekannten Lizenznehmerprodukten, und Ausblicke auf entstehende Titel. Erwähnenswert wären da beispielsweise eine Cryengine-Version des freien Multiplayer-Shooters "Nexuis", der frappierende Ähnlichkeiten mit Unreal Tournament aufweist, sowie Crytecs kommender Online-Shooter "Warface". Gewürzt wurde das Video mit allerlei technischen Spielereien wie einer dank Subsurface Scattering realistisch wirkenden menschlichen Büste, einem beeindruckenden Wasserfall und vielen, vielen Oberflächenstrukturen, die dank Tesselation sehr filigran und detailliert wirken.

Ein Mädchen namens Kara
Die eigentliche Überraschung des Abends war aber die Präsentation eines eher unbekannten Studios. Das für "Heavy Rain" verantwortliche "Quantic Dream" versetzte Zuseher mit einer Techdemo ins Staunen, die lediglich auf die alternden Ressourcen einer PS3 setzte, und dennoch einen Androiden-Mädchen durch realitätsnahe und glaubwürdige Animationen Leben einhauchte - in Echtzeit! Die besagte Protagonistin wird dabei von Roboterarmen zusammengebaut, und entwickelt im Zuge dessen ein Bewusstsein. Am Ende verlässt sie als spärlich bekleidete Schönheit das Szenario. Für die knapp 7-minütige Sequenz kamen Motion-Capture-Technologien zum Einsatz, die auch im Kinoblockbuster "Avatar" für beeindruckende Charakter- und Gesichtsanimationen sorgten. Aber auch das Shading für Haut, morphing-Effekte und Bokeh-Tiefenunschärfe sorgen für nie gesehene grafische Qualität auf einer Playstation 3. Man darf gespannt sein, wie "Quantic Dream" gedenkt diesen Pixelreigen in ein fertiges Spiel zu packen.

GDC Roundup
In den vier Messetagen der GDC merkte man förmlich das Knistern in der Luft, das den hereinbrechenden Sturm wohl spätestens zur E3 im Juni ankündigt. Und obwohl die Geheimhaltung diesmal noch funktionierte, konnte man schon erahnen, wohin die Reise gehen wird. Bis dahin geben zumindest die "alten" Plattformen nochmal ein kräftiges Lebenszeichen von sich.


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