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11.05.2012

Teuerung

80 € für ein Videospiel - Geht's noch?!

Teurer Spaß bei Videospielen

(© EA Origin)

Heimlich still und leise führen die 3 großen Spielepublisher Ubisoft, EA und Actividion Blizzard Preiserhöhungen durch, die sich eklatant auf die kommenden Blockbustertitel auswirken werden. So ist ein Assassin's Creed 3 derzeit für stramme 69,95 bei Amazon gelistet. In EAs Origin-Shop wird's noch ein wenig ausgeschämter: 74,99 € soll der Kunde hier für Toptitel wie Mass Effect 3 oder Star Wars: The old Repulbik ablegen. Wir haben recherchiert, wie stark die Preise für Videospiele in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Und was sie als treuer Konsument dagegen unternehmen können.

Für Half Life 2, eines der heißersehntesten Spiele 2004, musste man damals noch ca. 40 € bezahlen. 2010 kostete StarCraft im Blizzard-eigenen Battle.net rund 50 €. Und 2012 sollen es nun 75 € werden? Das entspricht einer Preissteierung von 88% innerhalb der letzten 8 Jahre. Natürlich rechtfertigt man diesen Umstand bei EA mit einer einfachen Erklärung: Lediglich die "Digital Deluxe Edition", quasi das Spiel mit vollen Featureumfang kostet den gesalzenen Aufpreis. Eine "Limited Standard Edition" hingegen gibt's schon für wesentlich billigere 54,99 €. Das ist zwar immer noch um ca 10% teurer als vergleichsweise 2010, dafür stolpert man aber alle Nase lang über dezente Hinweise im Spiel, dass etwaige Features nur Nutzern der teuren "Digital Deluxe Edition" zur Verfügung stehen, oder einzeln als sogenannte DLCs erworben werden können.

DLC - "Downloadalbe Content"
Über diese kostenpflichtigen Mini-Erweiterungen verdiente sich die Spielebranche bereits in den vergangenen 2 Jahren eine goldene Nase. Wer beispielsweise jedes einzelne Feature in Mass-Effect 3 käuflich erwerben möchte, muss wohl einen Monatslohn in das Spiel investieren! Wie Gamestar berichtet kommt das DLC-Paket rund um den Science-Fiction Epos auf eine Summe von 870 US-Dollar - umgerechnet fast 660 Euro. Wer nun argumentiert, man müsse sich die Erweiterungen ja nicht kaufen, um Mass-Effect 3 spielen zu können, der liegt zwar richtig, doch der Weg, den EA mit seinen 2 Editions geht birgt für den Konsumenten eine unübersehbare Gefahr: Wenn statt kostenpflichtigen Erweiterungen zukünftig geldsparende Einschränkungen den Markt dominieren, könnten Spieler der Standard Edition noch leichter zum Upgrade genötigt werden. MMOs wie World of Warcraft verfolgen diese Strategie schon länger, denn wer die 2-jährlich erscheinenden AddOns nicht käuflich erwerben möchte bleibt meist allein in einer beschnittenen und unausbalancierten Welt ohne Herausforderungen zurück.

Doch was kann der Konsument tun?
Konsumenten digitaler Güter greifen zunehmend zur Selbsthilfe, und laden Spiele illegal über Filesharing-Seiten im Internet herunter. Das schadet natürlich der Industrie, und so setzt diese alles daran ihr geistiges Eigentum durch ausgefeilte Kopierschutzmaßnamen zu schützen. Besonders im always-on Zeitalter der letzten Jahre hat sich so ein regelrechter Wildwuchs an Plattformen etabliert, um Spiele an ein zentrales Online-Konto zu binden, und nur über dieses spielbar zu machen. Steam, Battle.net, Origin oder Ubilauncher sammeln darüber hinaus fleißig Daten über das Spiel- und Konsumverhalten ihrer Kunden. Und obwohl der Softwarepiraterie dadurch ein wirkungsvoller Riegel vorgeschoben wurde, gibt die Industrie den resultierenden Gewinn nicht an den Kunden weiter, sondern erhöht noch fleißig die Preise für Spielesoftware. Um auf legalem Wege trotzdem moderne Spieleblockbuster zu genießen kann man als Konsument zum Beispiel auf Schnäppchenportale wie HitFox zurückgreifen, oder künftig einfach ein wenig zuwarten, bis die teuren Blockbuster nach wenigen Monaten schon deutlich billiger zu haben sind.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt: Diskutieren Sie mit GamingXPerten Stefan Hohenwarter, ob sie die Preise bei Computer- und Videospielen für gerechtfertigt halten:


(© GamingXP)

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6 Kommentare von unseren Lesern

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silver. (1951)
12.06.2012 23:28

Lol
Ich hab Fallout 3 und alle DLCs für 10 Euro bei einer steam-sale gekauft. Bad Company 2 ebenfalls für 10 Euro. Space Marine = 14 Euro, Homefromt = 5 Euro, Dirt 2: 5 €, Company of Heroes: 3 €. S.T.A.L.K.E.R für 1.75€

Allgemein gilt: Spiele im deutschaprachigen Raum sin nicht nur überteuert, aber auch noch geschnitten! (wo gibt es diese Zensurpolitik sonst?!)

Am besten von Großbritannien kaufen, und selbst mit Währungsumrechnung und Versand spart man Geld.

Ansonsten auf steam-sales warten. Ach ja...und das Spiel nicht gleich am Erscheinugnstag kaufen, denn die Preise gehen schnell runter. Nur Volldeppen geben 50+ Euro aus.

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unbekannt (545)
12.05.2012 18:07

Für mich entbehrlich
Glücklicherweise bin ich kein Gamer.
Hier zahlt man auch für Hardware meist mehr Geld, weil man die Ressourcen für die neuesten Games benötigt.
Die einzige Wahl die man als Konsument hat ist einfach bei einem günstigen Preis zu kaufen und nicht wenn das Produkt so teuer angeboten wird.
Das gilt übrigens nicht nur für PC Games. zwinkern

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wiener1986 (83)
12.05.2012 13:28

gibt es überhaupt noch grenzen ..
oder bestimmt nur mehr gewinnmaximirung unser leben.. mein lohn ist nie so hoch gestiegen innerhalb von kurzer zeit... alles wird aber teuerer... multi konzerne spucken auf uns .. und wir alle ignorieren es.. das bezieht sich nicht nur auf dieses theme sondern auf alles einfach alles..!

0

BlackDog27 (18)
11.05.2012 14:15

Nicht normal
Ich bin zwar aus dem Spielealter lange draußen aber ich muss ehrlich gestehen das Leute die sich die Games illegal runterladen Recht haben denn die Softwarefirmen bekommen den Hals nicht voll! Sie sagen zwar immer die illegalen Downloads sind schuld nur das stimmt nicht würden die Spiele billiger sein (so 15 – 25 €) würden sie auch noch genug verdienen und keiner bräuchte es illegal.

0

HohenwarterS... (6)
11.05.2012 15:31

Antwort auf Nicht normal
@BlackDog27

Das Runterladen von Software ist illegal. Auch wenn die Preise für viele zu hoch sind, macht es das noch nicht legal. Ich wette, dass auch bei 15-25 Euro die Spiele noch zuhauf heruntergeladen werden würden. Das kann nicht die Lösung sein, aber vielleicht reguliert sich der Markt von selbst. Wenn man zum Beispiel Android Mobiltelefone zum Vergleich heranzieht, merkt man, dass offenbar auch Spieleentwicklung ohne dem Verkauf der Spiele funktioniert. Sehr viele Android Spiele sind kostenlos und trotzdem wirtschaftlich. Vielleicht führt auch der Weg der Konsolenspiele in diese Richtung.

0

HohenwarterS... (6)
11.05.2012 13:28

Goldesel DLC
Die Frage die sich mir aufdrängt ist, ob der Preis für die Spiele prinzipiell in Ordnung geht. Die Spiele werden meiner Meinung nach im Durschnitt immer kürze und kosten trotzdem gleich viel. Spaßig wird es dann, wie auch im Beitrag zu lesen ist, wenn Extrainhalte per DLC (Extrainhalte in digitaler Form) "nachgeliefert" werden. Man denke an "Fallout 3": Das Spiel kostete 60 Euro und für alle DLCs musste man nochmals den gleichen Betrag drauflegen, um das "komplette" Spiel in den Händen zu halten. Entschließt man sich dann zum Kauf eines DLCs wird oft nur eine Datei mit 5KB heruntergeladen, womit klar ist, dass der Inhalt schon auf der bereits gekauften Disc war. Es scheint als würden machen Entwickler und Publisher mit Absicht Inhalte aus dem Spiel entfernen, um diese dann nochmals als "Extra-Inhalt" zu verkaufen. Ein fragwürdiges Konzept, aber es scheint aufzugehen...



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