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27.04.2012
Scharfe Regeln des IOC
Facebook-Verbot für Fans bei Olympischen Spielen
Schaffen es die die Olympia-Verantwortlichen, den Fans Facebook zu verbieten? (© dapd)
Eigentlich sollte es nach den Regeln des Komitees nur Athleten untersagt sein, auf Facebook Fotos von den Spielen zu posten, auf denen Logos von nicht sponsernden Unternehmen zu sehen sind. Auch Videos, Audioaufnahmen oder Textnachrichten über den sportlichen Verlauf der Spiele sind streng verboten. Generell wird Olympia ein "Ausnahmegesetzesfall". Der britische Gesetzgeber gibt den Sponsoren unglaubliche Schutzrechte, die im schlimmsten Fall mit Klagen durchgesetzt werden können.
Diese Rechte gehen im Fall von London sogar soweit, dass auch Fans nicht ausgenommen sind. Zuschauern wird es verboten, die Spiele zu filmen und zu fotografieren, um das Material ins Internet zu stellen. Ebenso sind Fan-Fotos mit Accessoires von Nicht-Sponsoren streng untersagt. Warum? Weil die Markenexklusivität gewahrt und die kommerzielle Nutzung von Fotos untersagt werden soll, so das Komitee.
Die Suche nach den "Übeltätern"
Streng genommen bedeutet das, dass etwa der Kurznachrichtendienst Twitter auf den Hashtag "#London2012" durchsucht wird und Nicht-Sponsor-Werbungen abgemahnt werden. Auch darf mit keinen Wortkombinationen aus "Games" und "2012" gearbeitet werden, berichtet der ORF. Auf Facebook wird hingegen rigoros nach "unerlaubten" Fotos und Videos gesucht werden.
Für Kritiker, die den viel zu tiefen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte beklagen, gibt es von den Verantwortlichen absolut kein Verständnis. Da die Sponsoren die Spiele teilweise mitfinanzieren, sei das Vorgehen gerechtfertigt, heißt es. Unwahrscheinlich, aber was im schlimmsten Fall passieren könnte, erklärt ein Londoner Rechtsexperte dem Guardian: Das Komitee könnte durchsetzen, dass vom 27. Juli bis 12. August 2012 - genau die Zeit der Olympischen Spiele - das Posten von Fotos und Videos auf Facebook einfach nicht möglich sein wird.
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