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Seehofers Facebook-Party floppte

Flop: Der Ansturm auf Horst Seehofers Facebook-Party blieb aus

Flop: Der Ansturm auf Horst Seehofers Facebook-Party blieb aus

Flop: Der Ansturm auf Horst Seehofers Facebook-Party blieb aus

Flop: Der Ansturm auf Horst Seehofers Facebook-Party blieb aus

Das große Chaos blieb aus, aber auch der große Ansturm: Die Facebook-Party von CSU-Chef Horst Seehofer erlebte am Dienstagabend trotz der Anmeldung von 2.561 Nutzern des sozialen Netzwerks einen äußerst lahmen Start. Laut Polizei befanden sich gut eineinhalb Stunden nach Partybeginn rund 500 Menschen in der Münchner Nobeldisco P1, darunter allerdings auch viele CSU-Mitarbeiter und 150 Journalisten.

Der bayerische Ministerpräsident Seehofer selbst ließ sich die Laune nicht verderben. "Ich bin zufrieden", sagte er bei seiner Ankunft. Facebook sei eine neue Erscheinungsform, die in der Bevölkerung immer mehr Akzeptanz erfahre. "Irgendwann muss man beginnen."

Erster Politiker mit Facebook-Party
Seehofer ist nach CSU-Angaben der erste Spitzenpolitiker in Deutschland, der eine Facebook-Party veranstaltet. Er lud dazu auf seiner Seite beim sozialen Netzwerk ein. Es sei ihm "ein echtes Anliegen, Euch persönlich kennenzulernen", schrieb er dort.

Party-Gast: "lächerlich"
Unter den Gästen waren zumindest vereinzelte, die der CSU (bisher) fernstanden. "Ich finde es ganz lustig", sagte der 26-jährige Student Ludwig Gengnagel, der über das Internet auf die Party aufmerksam geworden war. Allerdings sei es auch "lächerlich", dass ausgerechnet Seehofer eine Facebook-Party mache. "Man weiß ja auch, dass er rückwärtsgewandt ist."

Ältester Gast war 89
Die wohl älteste Partybesucherin war die 89-jährige Künstlerin Ruth Megary. Sie veröffentliche jeden Tag auf Facebook Nachrichten, sagte die Münchnerin der Nachrichtenagentur AFP. "Man muss vernetzt sein. Sonst gibt das Leben keinen Sinn."

Polizei freut sich über ruhigen Abend
Polizeisprecher Wolfgang Wenger berichtete von keinerlei Auffälligkeiten rund um die Party. Es habe zwar vereinzelt Hinweise auf Verabredungen zu Störungen gegeben, am Dienstagabend sei davon aber zumindest zunächst nichts zu sehen gewesen. Wenger wollte keine Angaben dazu machen, wie viele Polizisten wegen der CSU-Party zum Einsatz kamen. Es sei Sache des Veranstalters, für die Sicherheit zu sorgen.

"Randale und Zerstörung"
Vor nicht mal einem Jahr sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), auf Facebook-Partys mit öffentlicher Einladung seien die Gäste oft nur auf "Randale und Zerstörung" aus. Allerdings war Herrmann damals anders als manche anderen Länder-Innenminister gegen ein generelles Verbot solcher Feiern.

Facebook-Parties mit Hunderten und sogar Tausenden Teilnehmern in privaten Räumlichkeiten wie Familienhäusern oder Wohnungen sind in der Vergangenheit aus dem Ruder gelaufen und mussten wegen des großen Ansturms und Verwüstungen von der Polizei beendet werden.

APA/red.


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