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14.05.2012

Tag X für das Netzwerk

Debakel oder Triumph? Der Facebook-Börsegang

Facebook

(© APA)

Facebook geht am Freitag an die Börse: Das ist keine Neuigkeit, sondern wird seit langem erwartet. Und dennoch wird der Schritt aufs Parkett für Furore sorgen, denn es geht um Dutzende Milliarden Euro. Die gigantischen Summen nähren bei einigen die Sorge vor einer neuen Internetblase. Doch für andere sind sie die Wette auf ein neues Internet - in dem "Freunde" und ihre Empfehlungen Dreh- und Angelpunkt für alles sind.

+++ 5 Fragen und Antworten zum Facebook-Börsegang +++

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421 Millionen Aktien will Facebook bei seinem Börsendebüt ausgeben, der Preis sollte zwischen 28 und 35 Dollar liegen - wegen der großen Nachfrage wurde der Preis aber auf 34 bis 38 Dollar erhöht. Bis zu 16 Milliarden Dollar könnte das soziale Netzwerk damit einnehmen, nach Abzug aller Kosten bleiben dem Konzern damit wohl immer noch mehr als 10 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich ein Gesamt-Börsenwert von fast bis zu knapp 100 Milliarden Dollar.

+++ Das sind die geilsten Timelines auf Facebook +++

Die Zahlen erinnern manchen an das Platzen der Internetblase kurz nach der Jahrtausendwende: Hunderte Milliarden Euro wurden vernichtet - und die Wirtschaft geriet weltweit in eine Flaute. Nun wird in der Hightech-Industrie wieder mit Milliardensummen jongliert. Erst im Dezember ging der Spieleanbieter Zynga an die Börse und nahm damit rund eine Milliarde Euro ein. Er entwickelte unter anderem das bei Facebook höchst erfolgreiche Bauernhof-Spiel Farmville.

+++ "Facebook enteignet Nutzer beim Datenschutz" +++

Investoren versprechen sich Rendite
Zuvor hatte der Internet-Gutscheindienst Groupon Aktien ausgegeben und 700 Millionen Dollar von Anlegern kassiert. Das Karriere-Netzwerk LinkedIn nahm bei seinem Börsengang einige Monate zuvor vergleichsweise wenig ein: 353 Millionen Dollar. Dafür sind seine Aktien mittlerweile mehr als doppelt so viel wert.

+++ Facebook-Einträge ähnlich befriedigend wie Sex +++

Bei Facebook waren Investoren bisher bereit, so gut wie jeden verlangten Preis zu zahlen. Immer wieder kauften sie kleine Teile an dem Unternehmen, und jedes Mal wurde der Gesamtwert des sozialen Netzwerks damit noch höher als zuvor eingeschätzt. Diese Investoren versprechen sich von einem Börsengang nun eine saftige Rendite.

+++ So kaufen Sie sich ein Stück von Facebook +++

Imperium mit 900 Millionen Mitgliedern
Binnen weniger Jahre ist aus einem von vielen Onlinenetzwerken ein Imperium mit mehr als 900 Millionen Mitgliedern geworden. Diese Marktmacht ist es, die zum Börsengang für eine rege Nachfrage nach den Facebook-Aktien sorgt. Die Investoren setzen darauf, dass sich Facebook immer mehr zu einem Portal zum Internet entwickelt: Die Nutzer surfen bei Facebook los und gelangen von dort zu anderen Internetangeboten.

+++ So tickt Österreichs Facebook-Generation +++

Die Internetnutzung beruht in der schönen blauen Facebook-Welt nicht mehr auf Suchmaschinen, die bisher unbekannte Seiten zutage fördern. Es sind die Internetfreunde, die mit dem "Gefällt mir"-Knopf ihre Kontakte mit einem steten Strom neuer Informationen und Links versorgen. Das funktioniert heute schon mit Internetmedien - viele Besucher landen über Facebook auf den Nachrichtenportalen. Künftig soll das auch mit Filmen, Musik und vielem mehr so funktionieren.
 
+++ 5 Fragen und Antworten zum Facebook-Börsegang +++ 

Lesen Sie weiter: Die "Mission Facebook"

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