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14.05.2012
Tag X für das Netzwerk
Debakel oder Triumph? Der Facebook-Börsegang
(© APA)
Das machen die Facebook-Mitglieder bisher größtenteils mit: Sie lassen sich auf die Offenheit ein, die das soziale Netzwerk ihnen mit laschen Privatsphäre-Einstellungen vorgibt. Gefährlich werden könnte für Facebook nur eines: Dass die Nutzer ihre Meinung irgendwann ändern und in einen Datenstreik treten.
Zuckerberg geht das Risiko ein
Das Risiko geht Zuckerberg ein: "Große Dinge zu schaffen, heißt Risiken einzugehen", sagt er. "Wir fordern jeden auf, gewagte Entscheidungen zu treffen, selbst wenn das manchmal bedeutet, sich zu irren." Die Investoren dürften beim Börsengang diesem Motto folgen.
Wäre Facebook ein Land, wäre es das bevölkerungsreichste nach China (1,34 Milliarden Menschen) und Indien (1,17 Milliarden): Mehr als 900 Millionen aktive Nutzer hat das soziale Netzwerk nach Angaben des Unternehmens. Damit sind Mitglieder gemeint, die sich binnen 30 Tagen mindestens einmal einloggen. Durchschnittlich 520 Millionen Nutzer besuchen täglich die Webseite, das sind 41 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Verbreitung von Facebook
Das Netzwerk gibt es mittlerweile in mehr als 70 Sprachen, in 20 Staaten unterhält Facebook Niederlassungen oder Datenbanken. Besonders eifrig wird Facebook in den USA genutzt. Hier leben dem Marktforschungsunternehmen Socialbakers zufolge 157 Millionen Mitglieder. Indien zählt 45,9 Millionen Nutzer, Brasilien 45,3 Millionen, Indonesien 42,4 Millionen und Mexiko 32,9 Millionen. Facebook ist in fast allen Ländern das beliebteste Online-Netzwerk, Ausnahmen sind unter anderem Polen, Russland und China. Peking hat den Zugang zu Facebook gesperrt.
Österreich liegt mit 2,78 Mio. Usern auf dem 51. Rang des weltweiten Facebook-Rankings. Damit nutzt praktisch jeder dritte Österreicher das Netzwerk, bzw. 45 Prozent der Internet-User. In den letzten sechs Monaten sind fast 140.000 neue User dazugekommen. Über die Hälfte der User ist zwischen 18 und 34 Jahre alt. 51 Prozent sind männlich, 49 Prozent weiblich.
Lesen Sie weiter: Der "durchschnittliche" Nutzer
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