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Facebook-Datenschutz von Wienern gekippt

Facebook-Datenschutz von Wienern gekippt

David gegen Goliath: Der Wiener Student Max Schrems "ärgert" den Netzwerk-Giganten Facebook (© GEORG HOCHMUTH (APA))

PK "EUROPE VS. FACEBOOK": ERGEBNISSE DER VERHANDLUNGEN MIT FACEBOOK: SCHREMS
David gegen Goliath: Der Wiener Student Max Schrems "ärgert" den Netzwerk-Giganten Facebook
Erfolg für die Wiener Studentengruppe "europe-v-facebook.org": Facebook bekommt seine neue Datenschutzrichtlinie definitiv nicht durch. Die Nutzer wehren sich in Massen und fordern Verbesserungen, einen Tag vor dem Börsegang.

+++ Facebook enteignet Nutzer beim Datenschutz +++

Mit Mittwoch Abend hat die Wiener Studentengruppe "europe-v-facebook.org" nun eindeutig mehr als 7000 Kommentare, welche ihrer Verbesserungsvorschläge unterstützen. Facebook muss nun weltweit alle Nutzer über die Änderungen abstimmen lassen. Der Hintergrund: "europe-v-facebook.org" hat vergangenen Sommer 22 Anzeigen gegen Facebook bei der zuständigen irischen Datenschutzbehörde eingebracht.

+++ Weitere Anzeigen gegen Facebook +++

Daraufhin hat die Behörde im Dezember 2011 einen ersten Bericht vorgelegt, wonach Facebook weltweit seine Datenschutzbestimmungen an die europäischen Gesetze anpassen muss. "Die neue Datenschutzrichtlinie hätte aber viele Dinge noch verschlimmert und entspricht auch nicht den Auflagen aus Irland", so Gruppen-Sprecher Max Schrems. Viele Änderungen sollten es Facebook ermöglichen noch mehr Kapital aus den Nutzerdaten zu schlagen.

+++ Facebook stellt sich gegen Wiener Studenten +++

Liste an Vorschlägen
"Anstatt nur die Unzulänglichkeiten zu kritisieren, haben wir gleich eine ganze Liste an Verbesserungsvorschlägen erarbeitet. Wir wollten zeigen, dass es auch anders geht. Anschließend wurden Nutzer aufgerufen diesen Link zu posten, was massenhaft passiert ist", erklärt Schrems. Dabei wurde eine Klausel in Facebooks Datenschutzrichtlinien ausgenutzt: Facebook verpflichtet sich, dass wenn 7000 Nutzer zu einer Änderung den selben Kommentar abgeben, diese Änderung zu einer Abstimmung zu bringen.

+++ Sieg für Facebook-Datenschutzkritiker +++

Die deutsche Version der "Protestseite" ist bei über 28.000 Kommentaren, die englischsprachige Version nun schon bei über 7000 Kommentaren angelangt. Laut Facebooks Richtlinien müssen nun alle weltweiten Nutzer abstimmen, stimmen 30 Prozent der USer ab, ist die Antwort für das Netzwerk verbindlich. Wie eine solche Abstimmung ablaufen soll ist unklar, da es einen solchen Fall auf Facebook bisher nicht gegeben hat.

+++ Wiener Studenten verhandeln mit Facebook +++

Erste Reaktion
"In einer ersten Reaktion haben wir gestern mit Richard Allen von Facebook telefoniert. Genaueres war nicht zu erfahren, jedoch sagte Allen, dass Facebook sich die Kommentare genau ansieht und genau prüfen wird ob die 7.000er-Klausel Anwendung findet", erklärt Schrems.

+++ Facebook an der Börse: Boom oder Blase? +++

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