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27.06.2012

411.000 Karten betroffen

Riesen-Schlag gegen Cyber-Kreditkartenbetrüger

Scheckkarten Kreditkarten

Insgesamt hätten es die Betrüger auf Einlagen in Höhe von 2,5 Mrd. Dollar abgesehen gehabt (© Fotolia)

Bei einer von der US-Justiz geleiteten Aktion gegen Online-Betrug mit gestohlenen Kreditkartendaten sind 24 Verdächtige in mehreren Ländern festgenommen worden. Wie die US-Bundespolizei FBI am Dienstag mitteilte, richtete sich der Einsatz gegen "hochgradig organisierte Cyber-Kriminelle", die mit gestohlenen Identitäten und Kreditkartendaten gehandelt hätten.

Elf Verdächtige seien den Fahndern in den USA ins Netz gegangen. Außerdem gab es den Angaben zufolge Festnahmen in Großbritannien, Deutschland, Bosnien, Bulgarien und Norwegen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in New York verhinderten die Ermittler mit der Aktion mögliche Schäden in Höhe von mehr als 205 Mio. Dollar (164 Mio. Euro). Mehr als 411.000 Kreditkarten sind betroffen.

Behörden von 13 Ländern an Schlag beteiligt
Die Operation mit mehr als 30 Durchsuchungen ist das Ergebnis einer zweijährigen Ermittlung unter Führung des FBI gewesen. Insgesamt waren die Behörden von 13 Ländern beteiligt. Die in den USA Festgenommenen seien im Schnitt gerade einmal Anfang 20. "Da die Gefahr der Cyber-Kriminalität internationaler wird, muss auch die Antwort zunehmend global und kraftvoll sein", sagte Staatsanwalt Preet Bharara. Der Einsatz am Dienstag habe gezeigt, dass Hacker und Betrüger sich nicht darauf verlassen könnten, in der Anonymität des Internets straffrei auf Beutezug zu gehen.

Einer am Dienstag veröffentlichten Studie der IT-Sicherheitsfirmen Guardian Analytics und McAfee zufolge haben Cyber-Kriminelle eine Welle von Angriffen auf Bankkonten insbesondere in Europa und den USA gestartet. Dabei seien mindestens 80 Mio. Dollar gestohlen worden. Insgesamt hätten die Betrüger es mit ihren ausgeklügelten technischen Methoden auf Einlagen in Höhe von 2,5 Mrd. Dollar bei mindestens 60 Banken weltweit abgesehen gehabt.

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