Trauer 2.0 Multimedia

Steinmetz bietet multimediale Grabsteine an

Steinmetz bietet multimediale Grabsteine an

Der deutsche Steinmetz Andreas Rosenkranz mit einem seiner multimedialen Grabsteine. (© DPA)

Grabstein mit QR-Code
Der deutsche Steinmetz Andreas Rosenkranz mit einem seiner multimedialen Grabsteine.
Der Steinmetz Andreas Rosenkranz bietet für die letzte Ruhestätte ein ganz besonderes, multimediales Service. Er ist der erste, der QR-Codes auf Grabsteine graviert. Diese Codes können mit einem Smartphone fotografiert werden, um Informationen im Internet aufrufen. Im Fall der Grabsteine führt der QR-Code zu einer Seite über den oder die Verstorbene.

In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau erklärt der Steinmetz die Motivation hinter seiner neuen Geschäftsidee: "Der Code ist quasi das Tor zur virtuellen Unsterblichkeit. Solange die Server rauschen, bleibt der Verstorbene auf den Seiten des Internets für die Nachwelt erhalten. Der QR-Code führt damit vom Platz der letzten Ruhe in die virtuelle Unendlichkeit."

Traditionalisten nicht begeistert
Die Idee dazu hat er aus Japan, wo er schon vor über zehn Jahren Internetadressen auf Grabsteinen gesehen hat. Die Codes werden von ihm mit einem Sandstrahler in den Naturstein graviert. Es gibt auch schon einige Interessenten, denen die Idee durchaus gefällt. Zu welchem virtuellen Inhalt der Code schlussendlich führt, obliegt den Hinterbliebenen.

Und da liegt der Hund begraben - das Kirchenamt, das sich von den QR-Codes nicht begeistert zeigt, hat Angst, dass einige Witzbolde die Möglichkeit nutzen könnten, um mit dem Code auf Inhalte zu verlinken, die nicht im Sinne der Kirche seien.



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