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25.07.2012
Aktie fällt
Apple enttäuscht mit iPhone-Verkaufszahlen
Das iPhone 4S entwickelte sich nicht wie erwartet zum Verkaufsschlager (© MIKE NELSON (EPA FILE))
Wie Apple am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte, stieg der Umsatz auf 35 Milliarden Dollar (29,0 Mrd. Euro). Analysten hatten im Schnitt mit 37,2 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn je Aktie lag bei 9,32 Dollar und damit mehr als einen Dollar unter der Prognose von Experten. Zwar rissen die Kunden dem Konzern seine iPads aus den Händen, doch beim iPhone zeigten sie sich unerwartet zurückhaltend.
Es wird vermutet, dass das neue iPhone 5 bereits im Oktober in die Läden kommt. Experten gehen davon aus, dass Apple-Fans auf dieses Modell warten und deswegen nicht mehr beim aktuellen iPhone 4S zugreifen. Bei Investoren kam das nicht gut an. Die Apple-Aktie fiel nachbörslich um sechs Prozent. Der Apple-Kurs ist in diesem Jahr um fast 50 Prozent gestiegen.
Konzernchef Tim Cook versprach für die Zukunft wie üblich "erstaunliche neue Produkte", ohne allerdings ins Detail zu gehen. Geheimhaltung gehört bei Apple zum Geschäft.
Patentstreit bereitet Sorgen
Apple schätzt den finanziellen Schaden durch den Patentkampf mit Samsung Electronics um die Rechte an Technologien in Smartphones und Tablets auf eine Milliardensumme. Wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Gerichtsdokument hervorgeht, veranschlagt der iPhone- und iPad-Anbieter einschließlich der Schäden durch fehlende Lizenzzahlungen für Schutzrechte "zusammen 2,525 Milliarden Dollar".
Apple kündigte an, eine dauerhafte Verfügung erwirken zu wollen, um spätere Verstöße gegen das Patentrecht zu verhindern. Die Amerikaner werfen dem südkoreanischen Samsung-Konzern vor, sich dafür entschieden zu haben, mit Apple zu konkurrieren, indem man den Wettbewerber einfach kopiere. Dadurch sei es Samsung gelungen, Apple als weltgrößten Smartphone-Hersteller zu überholen und Milliarden an Gewinnen einzufahren, während Apple deswegen 500 Millionen Dollar Überschuss verloren gegangen sei.
Konkurrent und Zulieferer
Die Südkoreaner reagierten umgehend auf die Mitteilung und warfen ihrerseits Apple vor, den Wettbewerb zu behindern und die Wahlmöglichkeiten des Konsumenten zu beschneiden. Ohne Samsung wäre es Apple niemals möglich gewesen, so erfolgreich in der Mobilfunkwelt zu werden. Samsung ist nicht nur einer größten Konkurrenten von Apple sondern auch Zulieferer.
Erst am Dienstag errang der südkoreanische Konzern vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf einen Teilerfolg. Der 20. Zivilsenat entschied, dass Samsung seinen Flachcomputer Galaxy 10.1 N europaweit vertreiben darf.
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