Kooperation ausgelotet Multimedia

Apple liebäugelt mit Twitter-Einstieg

Apple liebäugelt mit Twitter-Einstieg

Zwischen Apple und Twitter gab es Kooperations-Gespräche (© Lee Jae Won / Reuters)

Zwischen Apple und Twitter gab es Kooperations-Gespräche
Zwischen Apple und Twitter gab es Kooperations-Gespräche
Apple hat laut einem Zeitungsbericht einen Einstieg beim Internet-Kurznachrichtendienst Twitter ausgelotet. Gleichzeitig kann es mit Google zu einem Bieterwettstreit um Kodak-Patente kommen.

Mittlerweile seien beide Unternehmen aber nicht mehr in Verhandlungen, berichtete die "New York Times" am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. In den vergangenen Monaten sei ein Anteilskauf durch den iPhone-Hersteller für mehrere Hundert Millionen Dollar diskutiert worden. Dabei sei für Twitter ein Firmenwert von insgesamt etwa zehn Milliarden Dollar (8,12 Mrd. Euro) zugrunde gelegt worden. Im Falle eines Einstiegs könnten sich auch die Geschäftsbeziehungen zwischen den Firmen vertiefen, hieß es. Der weltweit etwa 140 Millionen Nutzer zählende Kurznachrichtendienst ist bereits in das iPhone und Apples Tablet-Computer iPad integriert.

Auf dem Feld der sozialen Netzwerke, das von Facebook dominiert wird, spielt Apple bisher keine Rolle. Fraglich sind allerdings die Geschäftschancen dieser Internet-Netzwerke. Twitter wie auch Facebook kämpfen noch darum, aus der gewaltigen Kundenbasis mehr Geld zu schlagen. Dies setzt den Börsenneuling Facebook am Aktienmarkt immens unter Druck. Auch Twitter wurde als aussichtsreicher Börsenkandidat gehandelt. Das Unternehmen machte aber wiederholt deutlich, dass es über große Bargeldmittel verfüge und keine Eile habe, sich zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen. Apple wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Von Twitter war keine Stellungnahme zu erhalten.

Apple und Google vor Bieterwettstreit um Kodak-Patente
Apple und Google bereiten sich laut einem Zeitungsbericht auf einen Bieterwettstreit um Patente des insolventen Fotopioniers Kodak vor. Google führe eine Koalition des Android-Lagers mit Samsung, HTC und LG Electronics an, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag. Apple habe sich mit Microsoft zusammengetan, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Kodak schätzte den Wert des Pakets zuvor auf 2,6 Milliarden Dollar (2,11 Mrd. Euro). Die Versteigerung der Patente ist für den 8. August angesetzt.

Damit würden die Fronten in dem erbittert geführten Patentkrieg der Mobilfunk-Branche sich auch durch die Kodak-Auktion ziehen. Apple wirft Anbietern von Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android Patentverletzungen vor. Sie kontern mit eigenen Vorwürfen. Microsoft ist in einen Patentstreit mit dem inzwischen zu Google gehörenden Handy-Hersteller Motorola verwickelt.

Technologien für digitale Bilder
Kodak hatte die klassische Fotografie entscheidend geprägt und auch viele Technologien für digitale Bilder entwickelt. Dennoch kam das Unternehmen mit dem Wechsel zur Digitalfotografie nie zurande und musste im Jänner Insolvenz anmelden. Mit dem Verkauf der Patente sollen Milliarden für einen Neuanfang erlöst werden. Das Fotografieren gehört inzwischen fest zu den Funktionen von Mobiltelefonen. Zur Insolvenz verklagte Kodak quer durch die Bank die großen Handy-Hersteller mit dem Vorwurf der Patentverletzungen.

Die 1.100 Patente seien für die Auktion in zwei Gruppen aufgeteilt worden, berichtete das "Wall Street Journal". Bei den einen geht es um Aufnahme und Bearbeitung von Bildern. Bei der anderen vor allem um das Speichern und Auswerten. Er werde nicht damit gerechnet, dass schon die Anfangsgebote in Nähe von Kodaks Preisvorstellungen liegen würden. Die US-Handelskommission ITC hatte vor einer Woche eines der zentralen Patente von Kodak, bei dem es um die Anzeige von Vorschaubildern geht, als ungültig abgewiesen.

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