Anzeigentarife | Jobs bei Heute.at

Heute im Brennpunkt: Bundeshymne-Debatte | Flugzeug-Tragödie

Lade Login-Box.

09.08.2012

Datensammler aktiv

Handy-Apps spionieren die Österreicher aus

Apps geben Standort- und andere private Daten weiter

Apps geben Standort- und andere private Daten weiter (© APPLE / SAMSUNG HANDOUT)

2010 habe es weltweit 600 Millionen Smartphones gegeben, sagte Gabriele Zgubic von der Abteilung Konsumentenpolitik der AK Wien bei einer Pressekonferenz. Und auch die Apps erfreuten sich "rasanter Beliebtheit."

Laut einer am Donnerstag präsentierten Studie des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung der Akademie der Wissenschaften im Auftrag der Arbeiterkammer seien diese Anwendungen häufig aber nur "Fassaden". Ihr eigentlicher Zweck: Datensammeln, kritisierten die Konsumentenschützer und forderten einen besseren Schutz der User.

Apps seien "Goldgruben für die Wirtschaft", warnte Zgubic. Der Werbemarkt verarbeite die erhobenen Daten weiter. "Es geht um personalisierte Angebote." Diese Entwicklung könne auch dazu führen, dass für verschiedene Gruppen unterschiedliche Angebote gemacht würden. Für die Konsumenten seien diese dann "intransparent und nicht mehr nachvollziehbar", warnte sie.

"Ohne dass es der User merkt"
Die meisten Apps würden auch Daten sammeln, die sie gar nicht brauchen, so auch Studienautor Jaro Sterbik-Lamina. Ein Smartphone werde etwa nicht nur dann positioniert, "wenn man eine Navigations-App startet, sondern sie findet - ohne dass es der User merkt - mehr oder weniger permanent statt", gab er zu bedenken. Das es sich bei dieser Art der Kommunikation aber um einen sehr globalisierten Markt handle, sei es für nationale Einrichtungen schwierig, die Konsumenten zu unterstützen.

Die Hälfte der getesteten Apps habe zudem die Handy-ID übertragen, so Daniela Zimmer von der AK Wien. "Das ist ein mittelbarer Weg zu Ihrer Person", zeigte sie mögliche Konsequenzen auf. Das Handy sei ein sehr personalisiertes Medium, man könne also davon ausgehen, dass hier personenbezogene Daten gesammelt werden, "oft auch sensible". So könne beispielsweise auch aufgezeichnet werden, wenn ein Nutzer ein Krankenhaus betritt. Aus diesen Daten könnten Schlussfolgerungen gezogen werden. Als "besondere Bedrohung für den Konsumenten" bezeichnete sie mögliche falsche Schlüsse.

Gütesiegel für Apps gefordert
Die Verantwortung für den Schutz ihrer Privatsphäre könne nicht ausschließlich den Konsumenten zugeschrieben werden, meinte Zgubic. Die Konsumentenschützer fordern "privatsphären-freundlichere Endgeräte", ein Gütesiegel für Apps und auch leicht zugängliche Informationen für die User.

Wichtig sei zudem eine Zusammenarbeit der Gesetzgebung auf nationaler und europäischer Ebene, so Zgubic. Die Datenschutzregeln sollten EU-weit erweitert und vereinheitlicht werden, und auch die Anbieter sollten sich Regeln unterwerfen müssen. Wie der Akkustand solle etwa auch angezeigt werden müssen, ob gerade Standortdaten verarbeitet werden.

"Sie werden an Ihre Grenzen stoßen"
Vielfach müssten aber auch nur bestehende Bestimmungen eingehalten werden, so Zimmer. Die Zustimmung zu einer Datenverarbeitung liege etwa nur dann vor, wenn diese jederzeit wieder widerrufen werden kann. "Aber versuchen Sie einmal, das einem US-Anbieter klarzumachen. Sie werden an Ihre Grenzen stoßen", befürchtete Zimmer. Den Nutzern gab sie den Rat, nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren und die Zugriffsberechtigungen genau durchzulesen. Zu besonderer Vorsicht riet sie bei Gratis-Apps, und sie forderte die User dazu auf: "Löschen Sie Apps, die Sie nicht mehr brauchen!"

News für Heute?


Verwandte Artikel

"Miau-Klingelton" zum Runterladen

Für Katzenliebhaber

"Miau-Klingelton" zum Runterladen

Daten-Dealer-Seite ist down!

Serverüberlastung

Daten-Dealer-Seite ist down!

So viel kostet heuer Roaming im Urlaub

Gebühren innerhalb der EU

So viel kostet heuer Roaming im Urlaub

Snapchat muss nach Eklat Datenschutz verbessern

Millionen Nummern öffentlich

Snapchat muss nach Eklat Datenschutz verbessern

Tricorder: Smartphone wird zum Alkomaten

Sensoren für den Alltag

Tricorder: Smartphone wird zum Alkomaten

Amazon-Handy mit sechs Kameras

Smartphone "Fire"

Amazon-Handy mit sechs Kameras

Datenschützer verurteilen WhatsApp

Unter 5 beliebtesten weltweit

Datenschützer verurteilen WhatsApp

Alarm um Daten-Spionage bei Apps

Gefährliche Handyspiele

Alarm um Daten-Spionage bei Apps

App macht Smartphone zum 3D-Scanner

Demoversion vorgestellt

App macht Smartphone zum 3D-Scanner

Neues Edel-Handy von Samsung

S5 im Alu-Gehäuse

Neues Edel-Handy von Samsung

Smartphones: Die coolsten Gadgets des Jahres

App-Steuerung erobert Alltag

Smartphones: Die coolsten Gadgets des Jahres


2 Kommentare von unseren Lesern

1

Der_Sternenb... (391)
10.08.2012 12:36

Appendix
Apropos "vertrauenswürdige" Quellen. Wer zB. sein iPhone nicht jailbraked, kann ohnehin nur aus dem iTunes-Store installieren, die Quelle ist hier der online Marketplace, NICHT d. Herausgeber einer App!! Das trifft nur auf Geräte zu, bei denen ALLE Apps direkt am Rechner OHNE über den jeweiligen Marketplace (wo es eine Code-Review gibt) installiert wurden. Außer bei Google/Android, hier ist jeder Developer selbst dafür verantwortlich was er veröffentlicht, Seitens Google gibt es KEINE Überprüfung WAS EINE ANDROID APP am Smartphone d. Benutzers macht! Hier sind Malware u. anderen Apps dieser Art Türen geöffnet u. hier doppelte Vorsicht geboten. Hier muss der App-Herausgeber dringend abgecheckt werden, um nicht "böses" zu erleben. zwinkern Bin außerdem nicht ausschließlich IOS Entwickler, sondern entwickle f.f. alle Smartphones am Markt (IOS/WIN/Android) u. kenne daher alle Unterschiede.

1

Der_Sternenb... (391)
10.08.2012 12:29

Als offizieller IOS Entwickler f. Apple iPhone
kann ich dazu nur sagen, das viele Apps einfach entweder Schrott programmiert sind, zB. bei TomTom schaltet GPS nicht korrekt wieder ab, nachdem die App beendet wird, andererseits werden ID´s zur Benutzeridentifikation benötigt, da hier eine EINDEUTIGE Identifikation benötigt wird, um einen bereits als registrierten (Zahl) User zu verifizieren. Wer so etwas bedenklich findet, der muß ja kein Smartphone benutzen u. hat im Browser wahrscheinlich auch seine Cookies aus Angst v. Viren deaktiviert. Apple prüft ferner im Review-Procedere selbst auf "hidden" Features u. Apps welche dem User zB. etwas anderes vortäuschen bzw. Userdaten "ausspionieren" usw. u. gg. Apples andere Richtlinien verstoßen werden "rejected", wodurch u.a. eine gewisse Kontrolle u. Qualitätsicherung gegeben ist, was bei "open" Google/Android aber nicht d. Fall ist (Google sammelt halt auch gern u. fleissig Daten), was bereits bei der Registrierung als Android Developer beginnt... LG.



SpieleHeute

Sudoku

Das ultimative Zahlenrätsel

Sudoku

BlicknKlick

Welche Sehenswürdigkeit ist das?

BlicknKlick

Buchstabensalat

Finden Sie alle Wörter?

Buchstabensalat



AppsHeute

Ikea App

Ikea App

Mit einer kreativen App wartet der Möbelgigant Ikea auf. Per Smartphone- und Tablet-App lassen sich Möbelstücke aus dem Katalog virtuell in die ...

< Ikea App Auslandsservice App ÖAMTC App >