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Neue TV-Geräte machen Fernsehschlafen möglich

Neue TV-Geräte machen Fernsehschlafen möglich

Vor dem Fernseher einzuschlafen soll zukünftig leichter werden (© Fotolia.com)

Vor dem Fernseher einzuschlafen soll zukünftig leichter werden
Vor dem Fernseher einzuschlafen soll zukünftig leichter werden
Wer kennt es nicht, das "Fernsehschlafen"? Man liegt gemütlich auf der Couch, lässt sich vom Fernsehprogramm berieseln, döst friedlich zur leisen Filmmusik ein - und schreckt plötzlich durch laute Werbung hoch. Damit soll nun Schluss sein.

Highlights der IFA 2012

Miss IFA
Die "Miss IFA" präsentiert den Sharp LC-90LE745U, der mit 90 Zoll der aktuell größte LED-TV ist, der auf dem Markt erworben werden kann. Stolze 11.000 US-Dollar beträgt jedoch der Preis.
Zum Start der IFA in Berlin am 31. August wollen sowohl öffentlich-rechtliche als auch private TV-Anbieter ihre Programme in einheitlicher Lautstärke anbieten. Das bedeutet, dass bei Werbeunterbrechungen nicht plötzlich ein viel lauterer Ton aus dem Fernseher schallt. Ob es dann mit dem friedlichen Fernsehschlafen endlich klappt? Vielleicht! Denn dass sich die Lautstärke einzelner Töne in den Werbespots selbst zeitweise ändern kann, damit muss man auch künftig leben.

Generell steht die Branche der Unterhaltungselektronik unter erheblichem Druck. Schwergewichte wie Sharp und Sony rutschten zuletzt tief in die roten Zahlen. Philips lagerte die Produktion und Vermarktung seiner Fernseher in ein Joint Venture aus. Die Produktion von Displays für Flachbildfernseher und Monitore ist teuer, der Absatz blieb allerdings weltweit hinter den Erwartungen zurück. Zugleich tobt in der Branche der Unterhaltungselektronik ein anhaltend harter Preiskampf, der vielen Unternehmen zu schaffen macht.

Neue TV-Modelle als Flaggschiffe
Neue TV-Modelle mit verbesserter Technologie und größeren Displays sind traditionell die Flaggschiffe der IFA. Erste Geräte mit der neuen Display-Technologie OLED, die etwa LG Electronics und Samsung im Gepäck haben, geben das Fernsehbild künftig noch kontrastreicher und brillanter wieder. Unter anderem hatte Sony die Technologie für die Produktion der dünnen Displays lange vorangetrieben, wegen der hohen Entwicklungskosten allerdings vor einigen Jahren eingestellt.

Die hauchdünnen organischen Displays - LG stellt einen Flachbildfernseher mit nur noch 4 Millimeter dünnem Bildschirm vor - können inzwischen auch in großen Größen mit höheren Stückzahlen hergestellt werden und sollen zunächst im gehobenen Preissegment auf den Markt kommen. Die Branche profitiert derzeit aber auch von dem Umstand, dass selbst in Zeiten knapper Kassen die Verbraucher eher auf Restaurant-Besuche verzichten oder am Auto und am Urlaub sparen als an Unterhaltungselektronik.

Smartphones als Konkurrenz
Zunehmend stehlen allerdings Smartphones den traditionellen Flaggschiffen der Branche die Show. Laut Cemix-Index haben die mobilen Allrounder zwar noch nicht, wie von Euronics für das laufende Jahr ermittelt, beim Umsatz die Fernsehgeräte überholt. Doch mit 2,9 Mrd. Euro, einem Plus von 31,3 Prozent, rücken die iPhones und Android-Handys den Fernsehern mit 3,1 Mrd. Euro Umsatz im ersten Halbjahr bereits deutlich auf die Fersen.

Während Smartphones mit Android und iOS derzeit den Markt absolut beherrschen, steht Microsoft mit seinem neuen Windows Phone 8 in den Startlöchern. Microsoft-Partner Nokia hat bereits für den 5. September, dem letzten Tag der IFA, die Fachpresse nach New York eingeladen. Der finnische Handy-Hersteller könnte dort mit der Ankündigung eines Windows-Smartphones Apple und dessen erwartetem iPhone 5 zuvorkommen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass möglicherweise andere Hersteller die IFA nutzen werden, um dort in Berlin ihre Windows-Phone-8-Modelle zu präsentieren.

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