Nachfolger von Zynga Multimedia

Onlinespiel "Farmville2" in den Startlöchern

Onlinespiel "Farmville2" in den Startlöchern

Bei FarmVille 2 will Zynga vor allem grafisch punkten (© Screenshot Farmville/Montage)

Bei FarmVille 2 will Zynga vor allem grafisch punkten
Bei FarmVille 2 will Zynga vor allem grafisch punkten
Viele "Farmville"-Spieler sind weitergezogen. Deshalb soll die neue Version mit aufwendigerer Grafik punkten, doch die Investoren haben Zweifel, dass Zynga weiterhin so viele neue Nutzer anlockt.

"Farmville" katapultierte Zynga ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und machte das Startup zum Star der Computerspiele-Branche - zumindest zwischenzeitlich. Da wundert es nicht, dass die US-Firma auf die bewährte Marke setzt, um etwas gegen seine derzeitige Krise zu tun: Mit "Farmville 2" bringt Zynga einen Nachfolger heraus, der an den Erfolg des Online-Klassikers anknüpfen soll. Wie im ersten Teil wird virtuell geackert, gesät und geerntet, allerdings in hübscherer Grafik. Das Spiel ist jetzt weltweit online.

Zu Hochzeiten von "Farmville" loggten sich mehr als 80 Millionen Nutzer im Monat ein. Das Startup aus San Francisco etablierte damit gar eine neue Spiele-Gattung, etliche Entwickler bauten nach dem großen Erfolg virtuelle Bauernhöfe. Und bis heute ist der Titel auch dank einiger Erweiterungen eine Cash Cow: Immer noch loggen sich rund 18 Millionen Nutzer im Monat ein; mit dem Kauf virtueller Güter sorgten sie für fast ein Drittel (29 Prozent) des Zynga-Umsatzes - die wichtigste Umsatzquelle bei den Gratis-Spielen.

Farmville2 als Cash Cow?
Mittlerweile seien jedoch viele Nutzer weitergezogen, sagte Tim LeTourneau, Top-Manager bei Zynga, der Nachrichtenagentur dpa. Deswegen habe das Unternehmen die virtuelle Landwirtschaft mit "Farmville 2" von Grund auf neu gedacht. Eine neue Cash Cow soll her. Punkten will der Anbieter zum einen mit einer aufwendigeren Grafik. Die Animationen sind gefällig, allerdings weit von aufwendigen Kaufspielen für PC oder Konsole entfernt. Zum anderen haben die Entwickler an der Spielmechanik geschraubt.

Was sich nicht verändert hat: Zynga baut an viele Stellen bewusst Verzögerungen ein. Diese können ungeduldige Nutzer umgehen, indem sie reales Geld ausgeben, etwa für Dünger, der die Saat auf dem Acker schneller gedeihen lässt. Free-to-Play wird dieses Geschäftsmodell in der Branche genannt: Das Spiel ist gratis, aber wer Geld ausgibt, kann schneller vorankommen oder seine Farm aufhübschen.

Keine Sprach-Barrieren
Damit sich die Kunde vom neuen "Farmville" verbreitet wie sonst nur Unkraut, aktiviert Zynga sein großes Spieler-Netzwerk. Und damit sich bei neuen Nutzern keine Sprach-Barriere auftut, bietet Zynga die knappen Texte in 16 Sprachversionen an, darunter Deutsch - ein Novum für die Amerikaner.

Das neue "Farmville" soll übrigens kein Ersatz für das alte Spiel sein: Teil 1 werde nicht eingestellt, versprach LeTourneau: "Wir werden weiter Inhalte und Erweiterungen machen." Wer opfert schon eine Cash Cow?


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