Undercover in Fabrik Multimedia

Journalist: "Ich schraubte iPhone zusammen"

Journalist: "Ich schraubte iPhone zusammen"

Die Seite MicGadget übersetzte das Undercover-Tagebuch eines Reporters der chinesischen Zeitung Shanghai Evening Post ins Englische. (© )

iPhone Fabrik
Die Seite MicGadget übersetzte das Undercover-Tagebuch eines Reporters der chinesischen Zeitung Shanghai Evening Post ins Englische.
Vor der Präsentation des iPhone 5 hat ein Reporter der „Shanghai Evening Post“ undercover in einer chinesischen Fabrik des Apple Zulieferers Foxconn gearbeitet. Er zeigt, wie das iPHone aussieht und beschreibt die miesen Arbeitsbedingungen vor Ort.

Der Reporter musste an der Rückseite des neuen iPhones vier Punkte mit einem speziellem Stift markieren: „Nach meinen Berechnungen habe ich pro Minute fünf Rückseiten markiert. In zehn Stunden habe ich so 3000 Rückseiten in der Hand gehabt”, berichtet er.

Weil die Bänder nicht angehalten werden durften, musste der Reporter mehr als sechs Stunden am Stück ohne Pause arbeiten. „Danach hatte ich fürchterliche Nackenschmerzen. Außerdem schmerzte mein Arm.” Allen Mitarbeitern war es in den Produktionshallen verboten, Metall mit sich zu führen. Per Metalldetektor wurden sie kontrolliert. Arbeiter, die trotzdem MP3-Spieler, Telefone oder Kameras oder auch Schmuck mit sich führten, wurden gefeuert. „Tut nur, was euch gesagt wird”, sagten die Aufpasser.

Überstunden wurden schlecht bezahlt. „Der Aufpasser schrie vor uns: Wer will denn jetzt schon aufhören zu arbeiten? Wir sind hier, um Geld zu verdienen. Lasst uns härter arbeiten.“ Für zwei Überstunden habe es 27 Yen gegeben, was 4 Dollar (ca. 3,2 Euro) entspricht.


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