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17.09.2012

Inder 8 Mal so viel

So lange müssen Wiener für iPhones arbeiten

Apple iPhone

Um sich diesen Luxus zu leisten, muss man ordentlich schuften (© APA)

Seit 25 Jahren schon misst der Big Mac Index des "Economist" die relative Kaufkraft der Währungen zueinander, nun hat sich die Schweizer Großbank UBS angesehen, wie lange ein durchschnittlicher Einkommensbezieher arbeiten muss, um sich ein iPhone leisten zu können.

Ergebnis: Ein Wiener muss etwa eine Woche (45,5 Stunden) arbeiten, um das begehrte Apple-Produkt kaufen zu können, Einkommensbezieher in der sogenannten Dritten Welt müssen bis zum Zehnfachen dafür aufwenden. Die Rechnung spiegelt nicht nur die unterschiedliche Arbeitsproduktivität wider, sondern auch die Zollsituation und (allfällige) Kosten für den Devisenumtausch.

Schon in Europa sind die Karten sehr unterschiedlich verteilt. In der Schweizer Metropole Zürich, die ansonsten als teuerste Stadt der Welt gilt, muss der durchschnittliche Arbeitnehmer nur 22 Stunden für das Smartphone arbeiten. In Bukarest ist es etwa das Zehnfache (229,5 Stunden), errechnet die UBS in ihrem Ende vergangener Woche erschienenen internationalen Kaufkraftvergleich.

Gemessen wird natürlich nicht der Preis des soeben auf den Markt kommenden neusten Modells, sondern seines Vorgängers 4S 16 GB (ohne Vertragsbindung bzw. ähnliche Angebote, Preise Mai 2012). Den Maßstab bildet der Durchschnitt aus Nettostundenlöhnen in 15 Berufen.

iPhone in den USA am erschwinglichsten
Am erschwinglichsten sind die iPhones für Einkommensbezieher in Nordamerika, die ex aequo mit den Japanern liegen (durchschnittlich 35 Stunden Arbeitsaufwand). Es folgen Ozeanien und Westeuropa (durchschnittlich 48 Stunden). Deutlich mehr Schweiß müssen da schon die Lateinamerikaner vergießen: Ein Mexikaner arbeitet für das Smartphone statistisch 219,5, ein Arbeiter in Buenos Aires 187 Stunden.

Unerschwinglich ist das Elektronikgerät dagegen für den Normalverbraucher in den großen Bevölkerungszentren Asiens und Afrikas - in Delhi (369,5 Stunden), Jakarta (348,5 Stunden), Manila (435,0 Stunden) und Kairo (290,5 Stunden).

Wegen der staatlicher Stützungen für Grundnahrungsmittel klaffen die Preisunterschiede zwischen bei Brot und Reis zwischen der Ersten und Dritten Welt oft nicht so stark auseinander - dennoch müssen die Lohnbezieher typischerweise das Drei- bis Vierfache an Arbeit aufwenden, um die gleiche Menge an Brot oder Reis erwerben zu können.

APA/red

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