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08.10.2012

Online-Leben

"Welt der Jugendlichen steckt in Hosentasche"

Internet Gefahr

Viele Jugendliche berichten von negativen Erfahrungen im Internet - dennoch ist das Gefahrenbewusstsein gering. (© AFP)

Was wäre das Leben ohne Internet? - Trostlos, würden wohl viele Teenager sagen. Denn via Smartphone sind diese den ganzen Tag mit dem Internet verbunden - wo sich ihr soziales Leben abspielt. Das dies allerdings auch unterschätzte Gefahren birgt, zeigt eine Befragung des Instituts für Jugendforschung.

"Die Welt der Jugendlichen steckt in ihrer Hosentasche", meint Jugendforscher Matthias Rohrer vom Institut für Jugendkulturforschung. Denn ohne ihrem Handy, können diese nicht mehr sozial interagieren.

Online-Welt
90 Prozent der 14- bis 19-Jährigen nutzen Facebook. Dabei spielen die Pflege sozialer Kontakte und Zeitvertreib eine herausragende Rolle. "Jugendliche von der Online-Welt abzuschneiden wäre problematisch", meint Rohrer.

Sei kein MOF
Gleichzeitig mangelt es den Heranwachsenden an Gefahrenbewusstsein. Viele berichten von negativen Erfahrungen im Umgang mit der Online-Welt. Eine wichtige Grundregel für soziale Online-Netzwerke lautet "du darfst kein MOF (= Mensch ohne Freunde, zw. 200 und 500 sollten es schon sein) sein." Dadurch herrscht allerdings auch ein hoher sozialer Druck, dem Jugendlichen unterliegen.

Viele Gefahren - wenig Bewusstsein
Die Gefahren des Internets werden nur am Rande bis gar nicht wahrgenommen. Ein Drittel der Facebook-Nutzer hat ein komplett offenes Profil. Das große Problem dabei: Die Jugendlichen überschätzen ihr Know-how im Hinblick auf Sicherheitseinstellungen.

Rund ein Drittel hat bei einer Befragung des Instituts für Jugendkulturforschung angegeben, dass "jemand meine Freunde/Freundinnnen beschimpft hat", fast jeder Vierte gab an, dass er schon einmal "blöd angemacht" wurde, genauso viele haben die Erfahrung gemacht, dass "jemand Unwahrheiten über mich verbreitet hat". 

Täter
Ein weiteres Problem bei Cyber-Mobbing ist, dass sich Inhalte schneller verbreiten. Die vermeintliche Anonymität des Internet senkt zudem die Hemmschwelle. Speziell dabei ist auch, dass sich unter den Tätern auch immer mehr weibliche Personen finden.


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