Wahrheit oder Fälschung? Multimedia

Das sind die 6 größten Internet-Mythen

Das sind die 6 größten Internet-Mythen

Tourist Guy (© Museum of Hoaxes)

Tourist Guy
Tourist Guy
Im Internet stößt der User immer wieder auf kuriose Bilder oder Stories, die unglaublich erscheinen. Vieles ruft großes Interesse hervor, vieles davon ist aber auch gefälscht. "Heute.at" zeigt die sechs größten Internet-Mythen.

Bonsai Kitten
Bonsai Kitten
1. Bonsai Kitten
Bonsai Kitten (bonsaikitten.com) war eine 2000 entstandene Website, die behauptet, so genannte Bonsai-Katzen zu verkaufen. Der Betreiber der Seite gibt vor, Kätzchen mehrere Monate in kleine Glasbehälter zu sperren, wodurch die Tiere die Form der Behälter annehmen. Das FBI untersuchte den Fall wegen des Verdachts der Tierquälerei, fand jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass tatsächlich Tiere zu Schaden gekommen sind.

Vielmehr handelt es sich um einen Scherz von Studenten des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Obwohl die Seite schon kurz nach Start als Hoax enttarnt wurde, kursieren noch immer viele E-Mails von Tierschützern, in denen sie gegen die Seite protestieren.

Tourist Guy
Tourist Guy
2. Tourist Guy
Der Tourist Guy ist ein Internetphänomen durch ein gefälschtes Foto. Es geriet nach den Anschlägen von 9/11 auf das World Trade Center in Umlauf und zeigt einen Touristen, der auf dem Observationsdeck des Gebäudes steht. Im Hintergrund nähert sich eines der Flugzeuge, das in den Gebäuden einschlug.

Die Geschichte dazu: Das Foto soll aus einer Kamera stammen, die in den Trümmern des World Trade Centers gefunden wurde und einen Augenblick unmittelbar vor den Attacken zeigen. Das Foto wurde schließlich als Fälschung enttarnt, die Originalversion wurde bereits 1997 aufgenommen.

US Postal Service
US Postal Service
3. Das Gesetz 602P
Ende der Neunziger Jahre schockte eine Nachricht die Internet-Nutzer. Es tauchte ein Gesetzestext auf, in dem das Gesetz 602 P bekannt und gefürchtet wurde. Es besagte, dass der US Postal Service plane, fünf Cent für jede verschickte Mail zu kassieren.

Während damals sich Unmengen an empörten Reaktionen zum Thema anhäuften, sind abgeänderte Formen des Gesetzes 602P noch bis heute im Umlauf und werden gerne dafür benutzt, Leichtgläubige auf den Arm zu nehmen. Der ursprüngliche "Gesetzestext" hatte in Wahrheit nie existiert.

OBAMA
Barack Obama
4. Obama als Muslim
Gegner und konservative Medien wie der Sender Fox News versuchten, Barack Obama mit Verweis auf seinen zweiten Vornamen "Hussein" als heimlichen Muslim darzustellen. Sie verbreiteten seit 2007 das Gerücht, er habe als Kind in Indonesien eine strikt muslimische Schule (Madrasa) besucht. Der Vizedirektor dieser Schule erklärte dazu in einem CNN-Interview: "Wir sind eine öffentliche Schule, wir konzentrieren uns nicht auf Religion."

Im Februar 2008 zeigte ein Foto im Internet Obama mit einem Turban, den er als Gast bei seinem Keniabesuch getragen hatte. Obamas Wahlkampfteam und parteiunabhängige Medien veröffentlichten daraufhin Gegendarstellungen. Auch sein Kontrahent John McCain wies die Muslimthese auf einer Wahlkampfveranstaltung zurück. Fakt ist: Obama ist Christ.

Das gefundene Skelett
Das gefundene Skelett
5. Die angeschwemmte Kreatur
Nach dem verheerenden Tsunami aus dem Jahr 2004 übernahmen gleich mehrere Fernsehsender ein Video, das im Internet kursierte. In dem Clip, der wie eine Nachrichtensendung gemacht war, wurde erst eine "Augenzeugin" interviewt, die von unheimlichen Meereswesen erzählte.

Danach wurde ein vermeintliches Riesenskelett gezeigt, an dem sich Wissenschafter und Forscher am Strand tummeln. Beschrieben wurde das Ganze entweder als riesiger Kraken oder als unidentifiziertes Wesen, das über 50 Meter lang ist und vom Tsunami angeschwemmt wurde.

Der Meteoriten-Krater
Der Meteoriten-Krater
6. Der Meteorit von Mazsalaca
Große Aufregung nahe der lettischen Stadt Mazsacala. Nachdem berichtet wurde, dass im Oktober 2009 ein Meteorit nahe der Stadt eingeschlagen hatte, machten sich internationale Medienvertreter auf den Weg nach Lettland und fotografierten sowie filmten, was das Zeug hielt.

Tatsächlich gab es einen Krater und Spuren von Hitze, auch anwesende Forscher waren schnell überzeugt und meldeten ein sensationelles Ereignis. Doch zu früh gefreut: Tele2 hatte das Erdloch über Nacht ausgehoben und der "Meteoriteneinschlag" war in Wirklichkeit eine Marketing-Kampagne.

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1 Kommentar
Der_Sternenbote Veteran (438)

Antworten Link Melden 0 am 15.10.2012 07:06

Na wie geil ist denn das, haha!!

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