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25.06.2013

Mitbewerber geschluckt

Das ändert sich durch die Orange/Drei-Fusion!

Der kleinste und jüngste Handynetzbetreiber Drei übernimmt den drittgrößten Anbieter in Österreich, Orange

Der kleinste und jüngste Handynetzbetreiber Drei übernimmt den drittgrößten Anbieter in Österreich, Orange (© HERBERT NEUBAUER (APA))

Nachdem er zu Jahresbeginn den nächstgrößeren Mitbewerber Orange geschluckt hat, macht "Drei"-Chef Jan Trionow nun Ernst mit der Zusammenführung der beiden Unternehmen unter der Marke "3". Bis Ende Juli soll die erste Phase abgeschlossen und für die Kunden spürbar sein. "Heute.at" zeigt Ihnen, was sich ändert.

Bestehende Verträge
Zuerst das Wichtigste: Auch wenn Orange vom Markt verschwindet, ändert sich nichts an den Verträgen. "Durch die Übernahme ändert sich einzig und allein die Marke – aus Orange wird 3. Alle abgeschlossenen Mobilfunkverträge bleiben gültig und die jeweiligen Vertragsbestandteile haben auch weiterhin Bestand. Es ist vorgesehen, dass alle Tarife wie gehabt bestehen bleiben", heißt es vom Unternehmen.

Mitarbeiter sind ihren Job los
Ernst wird es auch für etliche Mitarbeiter von Orange und Drei, die durch die Fusion ihre Arbeit verlieren. Die Anzahl der Shops wird wie angekündigt von bisher insgesamt 140 auf 90 reduziert. "Wir haben letzte Woche eine AMS-Meldung durchgeführt für 97 Mitarbeiter, die wir angemeldet haben, primär im Shop-Bereich", sagte Trionow. Das Call Center in Wiener Neustadt wird Ende Jänner geschlossen, 70 Leute dort müssen sich inzwischen ebenfalls nach neuen Jobs umsehen. Weitere Schritte sind offen.

Kosten im "üblichen" Millionenbereich
Kosten wird die technische Zusammenführung der beiden Unternehmen "die üblichen dreistelligen Millionenbeträge", so Trionow, "genauer möchte ich nicht werden". Die Kosten sollen aber nicht die 500 Mio. Euro übersteigen, die man sich in den nächsten Jahren an Einsparungen durch den Zusammenschluss erhofft. "Da sind wir auf einem guten Pfad."

GSM-Abdeckung und Roaming  
Die größten Einsparungen soll es im Netzbereich geben. Aus den 4.000 Standorten von Drei und den 4.600 von Orange soll ein einheitliches Netz von 6.000 Standorten entstehen - nach Trionows Rechnung ist das ein Plus von 50 Prozent. Die GSM-Abdeckung erreicht Drei derzeit nur durch ein National-Roaming-Abkommen mit T-Mobile, der Nr. 2 am Markt, das noch längerfristig weiterlaufen soll. Das Roaming mit A1 "gibt es nur noch punktuell" so Trionow, "das läuft" aus.

Nur mehr ein Netz und LTE
In der zweiten Phase - August bis Oktober 2013 - sollen die 3G-Netze von Drei und Orange zusammengeführt werden. In Phase 3 soll dann bis Ende 2015 das Ziel-Netz mit 6.000 Standorten entstehen und einer landesweiten Abdeckung für 2G, 3G und 4G (LTE).

Mehr Kunden als Ziel
Seinen Marktanteil will Drei von derzeit 23,7 Prozent (inkl. Orange) auf rund 30 Prozent steigern, Trionow will sich aber nicht darauf festlegen lassen, wie rasch er dieses Ziel erreichen möchte. Beim mobil übertragenen Datenvolumen habe man 2012 bereits einen Anteil von über 61 Prozent (44,8 Mio. GB) gehabt.

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