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Feuerwerk zu Silvester: Achtung, diese Strafen drohen!

Silvester 2015 in Wien

Wer Feuerwerke benutzt, muss sich gut (mit den Gesetzen) auskennen.

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Silvester 2015 in Wien

Wer Feuerwerke benutzt, muss sich gut (mit den Gesetzen) auskennen.

In drei Tagen wird das alte Jahr mit spektakulären Feuerwerken verabschiedet. Doch aufgrund der Trockenheit ist dies heuer in Teilen von Österreich verboten. Wer dagegen - und andere Teile des Pyrotechnikgesetzes - verstößt, dem drohen Strafen von bis zu 10.000 Euro und im schlimmsten Fall sogar Haft.

Was eigentlich jeder wissen sollte, aber trotzdem nicht oft genug wiederholt werden kann: Pyrotechnik ist Sprengstoff, was besondere Vorsicht bei der Handhabung erfordert - besonders wenn Alkohol oder Kinder im Spiel sind. Jedes Jahr behandeln Krankenhäuser am Silvesterabend Dutzende teils schwer verletzte Menschen wegen Unfällen mit Böllern und Raketen.

10.000 Euro Strafe drohen
Grundsätzlich ist es in Österreich verboten, Feuerwerk und Knallkörper zu verwenden, die keine deutschsprachige Gebrauchsanweisung, Kategorie- bzw. Klassenzugehörigkeit und Altersbeschränkung haben. Dasselbe gilt für selbstgebastelte Böller, da es hier immer wieder zu schweren Unglücken mit Toten kommt. Wer mit derartigen illegalen Feuerwerkskörpern erwischt wird, kann mit bis zu 10.000 Euro Strafe oder sechs Wochen Haft rechnen.

Verbote an bestimmten Orten
Außerdem ist es verboten, pyrotechnische Gegenstände innerhalb und in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Gotteshäusern, Krankenanstalten, Kinder-, Alters- und Erholungsheimen, Tierheimen und Tiergärten zu verwenden - aber auch in der Nähe von leicht entzündlichen oder explosionsgefährdeten Gegenständen, Anlagen und Orte, wie insbesondere Tankstellen.

Feuerwerksverbote nicht nur in Klagenfurt
Behörden können außerdem Feuerwerke außerhalb des Ortsgebiets in ganzen Bezirken verbieten, wenn wegen Trockenheit erhöhte Waldbrandgefahr herrscht. Dies ist derzeit in Kärnten in Klagenfurt, Villach, Hermagor, Spittal an der Drau,Völkermarkt und Wolfsberg der Fall, in Tirol in Lienz und Innsbruck (mit Ausnahme von behördlich angemeldeten Feuerwerken wie dem "Bergsilvester"). Ignoriert man derartige Verwendungsverbote, werden bis zu 4.360 Euro Strafe oder vier Wochen Haft fällig.

Unterschiedliche Kategorien
Feuerwerk wird in mehrere Klassen eingeteilt: F1 (auch Klasse I), darunter fallen etwa Knallerbsen, dürfen bereits von Kindern ab dem 12. Lebensjahr verwendet werden. Kategorie F2 (Klasse II) darf erst ab 16 Jahren gekauft und benutzt werden und inkludiert übliches Feuerwerk wie Raketen und Böller. Diese dürfen jedoch nicht in geschlossenen Räumen oder in Menschenmengen gezündet werden. Für die Kategorien F3 und F4 sind besondere Genehmigungen erforderlich, da es sich hierbei um Profi-Feuerwerk handelt. Wer gegen diese Bestimmungen verstößt, dem drohen Strafen von bis zu 3.600 Euro oder drei Wochen Haft.
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