Staatsanwalt ermittelt

Goldhändler brachte zahlreiche Anleger um ihr Vermögen

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Über diese Homepage wirbt der Deutsche Mike Koschine für Gold-Deals.

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Der angebliche Goldhändler Mike Koschine steht im Verdacht, zahlreiche Österreicher um ihr Erspartes gebracht zu haben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien und München, wie die "Kleine Zeitung" berichtet.

Viele Österreicher haben aufgrund der Wirtschaftskrise und der Angst um den Euro ihr Erspartes in Gold angelegt. Auch ein Steirer wollte um 8.000 Euro Gold kaufen. Vor vier Jahren kam er über eine Maklerin mit dem gebürtigen Deutschen Mike Koschine und seiner Firma KB-Edelmetall in München in Kontakt. Der Mann gab vor, Goldminen in der Türkei und in Südafrika zu besitzen. Damit warb er bei seinen Werbeveranstaltungen - auch in der Steiermark. Durch seine eigenen Minen könne er das Gold billiger verkaufen, lauteten seine Argumente. Die Interessenten kauften - auch der Weststeirer.

Betrugsverdacht
Er erhielt von dem Goldhändler ein Zertifikat und einen Kontoauszug. Verdacht schöpfte er keinen. Erst drei Tage später las er im Internet von Warnungen zu Gold-Betrügern. Viele Goldkäufer, die betrogen worden waren, outeten sich auf Plattformen.

Dann kam das böse Erwachen: Der Steirer stellte fest, dass Koschine gar keine Goldminen besaß. Und, dass er sein Geld einem Betrüger anvertraut hatte. Er versuchte vergeblich, sein Geld wieder zu bekommen. Und erstattete Anzeige. Ähnlich geht es weiteren Österreichern. Die Staatsanwaltschaften Wien und München I haben gegen Koschine Ermittlungsverfahren wegen Betruges eingeleitet. Auch in der Schweiz soll es bereits zahlreiche Opfer geben. Dort soll die Finanzmarktaufsicht ermitteln.

Mike Koschine ist laut "Kleine Zeitung" nicht erreichbar. Er soll sich derzeit in Afrika aufhalten und auf der Suche nach einer neuen Goldmine sein, konnte der geschädigte Weststeirer in Erfahrung bringen. Der Firmensitz wurde mittlerweile von München nach Luzern (Schweiz) und Vaduz (Liechtenstein) verlegt. Erreichbar ist er aber nicht.

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