Gegen Muslime gehetzt

PEGIDA-Redner zu Haft und Geldstrafe verurteilt

Pegida Demonstration

Pegida-"Spaziergang" in Wien

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Pegida-"Spaziergang" in Wien

Eine "Spaziergang" der fremdenfeindlichen Gruppierung PEGIDA in Graz endete für einen Deutschen am Mittwoch vor Gericht. Weil der Mann in einer Rede laut Anklage den Islam als "tötungslegitimierende Ideologie", den Koran als "gefährlichstes Buch der Welt" und jeden Moslem als "potentiellen Terroristen" bezeichnet hatte, lautete das nicht rechtskräftige Urteil vier Monate bedingte Haft und 960 Euro Geldstrafe.

Österreichische PEGIDA-Sympathisanten hatten den Deutschen als "Gast" zu einem Grazer "Spaziergang", wie die öffentlichen Auftritte der rechten Gruppe genannt werden, eingeladen. Wegen seiner islamfeindlichen Parolen während der Veranstaltung wurde er wegen Verhetzung und Herabwürdigung von Religionen verurteilt, berichtet der "ORF Steiermark".

Der Angeklagte selbst zeigte sich nicht einsichtig, sprach davon, dass er unschuldig sei, "weil ich nur Tatsachen vermittle". Gegen Muslime habe er auch nichts - warum er gegen diese dann Stimmung gemacht habe, konnte er aber ebenfalls nicht nachvollziehbar erklären. Auch für einen Zuseher der PEGIDA-Veranstaltung am 29. März gab es bereits im September ein Urteil: Für seinen gezeigten Hitlergruß wurde er zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt.
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