Todeskampf gewonnen

Rettungshündin Face überlebte Giftanschlag

Hündin

Die Hündin ist noch in der Ausbildung

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Die Hündin ist noch in der Ausbildung

In der Steiermark kam es zu einem unfassbaren Giftanschlag auf zwei Rettungshunde. Eine unbekannte Person versuchte am Montag, die Tiere zu vergiften. Hündin Face fraß eine präparierte Wurst und rang mehrere Stunden lang mit dem Tod. Sie überlebte den feigen Anschlag.

Der Hund gilt als bester Freund des Menschen, Rettungshunde sind oft sogar Lebensretter. Eine unbekannte Person in Mooskirchen im Bezirk Voitsberg wollte die hilfsbereiten Vierbeiner der Rettungshundebrigade eiskalt töten. Der Vorfall ereignete sich im Garten der Besitzerin. Eine unbekannte Person dürfte das Wurststück, in dem später ein Nervengift festgestellt wurde, über den Zaun geworfen haben.

Face gewann Todeskampf
Hündin Face fraß die Wurst. Schnell machten sich beim hellbraunen Border Collie erste Vergiftungserscheinungen bemerkbar. Die Besitzerin aus der Weststeiermark reagierte schnell und brachte das Tier zum Arzt. Dort hieß es Warten. Warten, ob die Hündin den Giftanschlag überlebt oder qualvoll stirbt. Stundenlang rang das Tier mit dem Tod. Am Abend konnte der Tierarzt endlich Entwarnung geben. Ein anderer Hund der 39-Jährigen hatte die Wurst nicht angerührt.

In den Reihen der Österreichischen Rettungshundebrigade ist man entsetzt. "Eine Stunde später und der Hund wäre tot gewesen", sagte Helmuth Gruber, Präsident der ÖRHB. "Ich finde es total schlimm, dass eine persönliche Angelegenheit auf ein Lebewesen übertragen wird. Wenn ich ein Problem habe, gehe ich zur Person hin und rede mit ihr und lasse dass nicht an einem unschuldigen Viecherl aus."

Polizei ermittelt wegen Tierquälerei
Die junge Hündin ist 14 Monate alt. Laut Johannes Klug, Bundespressereferent der ÖRHB, befindet sie sich derzeit in der Ausbildung zum Rettungshund und wird vom 17-jährigen Sohn der Weststeirerin geführt. Die Polizei ermittelt nun wegen Tierquälerei. Da es bisher keine konkrete Spur gibt, wird der Tier-Hasser vermutlich davon kommen und kann so möglicherweise das Leben weiterer Hunde gefährden.

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