Urteil in Salzburg

Schüsse auf Katze: 5.400 Euro Strafe für Pensionisten

Luftdruckgewehr

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Weil ein pensionierter Hausarzt im Dezember 2015 und Juni 2016 mit einem Luftdruckgewehr auf seine Nachbarskatze schoss, wurde er am Montag in Salzburg zu einer Geldstrafe von 5.400 Euro verurteilt.

Vor Gericht beteuerte der 71-Jährige seine Unschuld. Bereits beim ersten Prozesstermin im August 2016, behauptete der Mann, er wollte nur testen, ob sein Gewehr "noch gerade schießen kann". Der pensionierte Hausarzt habe vom Zimmer aus auf die Blätter des Nussbaumes gezielt, eine Katze habe er überhaupt nicht gesehen.

Im Dezember 2015 und im Juni 2016 wurde die Katze angeschossen, trotzt der schweren Verletzungen hatte die Katze "Glück", es wurden keine lebenswichtigen Organe getroffen, so der Besitzer von Kater "Ernst". Zweimal hat der 25-Jährige seine Mieze blutend und hechelnd gefunden. 

Der Verteidiger des Angeklagten betonte, dass noch andere für die Tat infrage kommen. Im ländlichen Raum haben die meisten ein Luftdruckgewehr. Außerdem bezweifelt der Anwalt, dass das Projektil mit der Waffe übereinstimmt.

Projektil passt
Ein Gutachten bestätigt jetzt, das gefundene Projektil passt zur Waffe des Angeklagten. Der 71-Jährige wurde von Gericht zu einer Geldstrafe von 5.400 Euro verurteilt, außerdem muss er die 276 Euro Behandlungskosten für das Tier bezahlen. Ein Gewehr wird eingezogen, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

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