Drama vorbei

Sofia: Ihre Flucht und das Happy End!

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Sofia mit ihrer Familie auf Gran Canaria. Donnerstag flogen sie heim: "Wir wünschen uns jetzt nur noch ein normales Leben«. (© Manfred Schröfl)

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Sofia mit Familie

Sofia mit ihrer Familie auf Gran Canaria. Donnerstag flogen sie heim: "Wir wünschen uns jetzt nur noch ein normales Leben«.

Strahlende Kinderaugen nach drei Wochen Angst:  Das Obsorge- Drama um die kleine Sofia (6)  ist vorbei. Donnerstag kam das Mädchen mit Mama Doris aus dem Versteck in Spanien nach Hause.
Via Privatjet von Frank Stronach.

Sofia vorher nachher

Getarnt im Versteck: Neue Frisur und blonde Haare

Seit 24. Juli wollte Sofia an keinem Abend mehr einschlafen: "Sonst kommen in der Nacht vielleicht Männer und bringen mich von der Mama weg." Wie berichtet, wollten damals Gerichtsvollzieher das Mädchen daheim abholen und an Vater Mauro A. in Italien übergeben. Doch Sofia war mit ihrer Mutter Doris Povse (38) bereits abgetaucht. Das Obsorge-Drama war Thema im ganzen Land. Mittwoch dann die Wende: Nach einem neuen Antrag in Venedig darf Sofia bei ihrer Mama bleiben.

Die sagt: "Wunderschön. Aber ich werde Zeit brauchen, um unsere Flucht zu verarbeiten. Wir wünschen uns nur noch ein ruhiges Leben." Gleich Donnerstag wurden die Koffer zur Heimkehr gepackt. "Heute" war dabei – und kennt die ganze Geschichte der Flucht. Sie begann mit täglichen Ortswechseln in Österreich und führte Anfang August nach Gran Canaria, wo heimlich auch Sofias Stiefpapa und ihr kleiner Halbbruder Philipp (2) dazukamen.

Die Familie mietete ein Ferienhaus, einen Kleinwagen und zahlte immer bar. Denn Kreditkarten waren tabu, ebenso Mails und Telefonate – um Fahnder nicht auf die Spur zu bringen. Sofias Foto war Urlaubern bekannt. Also sagte Mama Doris: "Wir spielen Verstecken".

Sofia bekam eine neue Frisur mit blond gefärbten Haaren. Und auf den ersten Blick hatte das Kind eine schöne Zeit: Meer, Minigolf, Ausflüge. Doch jede Minute war von Angst überschattet, die erst beim Heimflug abfiel. Da sagte Sofia: "Juchu, jetzt darf ich mit meinen Freundinnen in die Schule". 

Stronach Jet

Flughafen Wien Schwechat - Privatjet von Frank Stronach.

Stronach-Jet flog Sofia heim
Milliardär Frank Stronach (80), bewies im Obsorge-Drama ein großes Herz. Als er durch die Berichterstattung von Sofias Schicksal erfuhr, rief er Anwältin Astrid Wagner an, die für das Kind kämpfte, und ersuchte: "Widmen Sie sich nur noch diesem Fall. Die Kosten übernehme ich."

Ohne darum Wind zu machen, unterstützte Stronach auch Sofia und ihre Mama im Versteck finanziell. Und Donnerstag um 7 Uhr früh schickte er seinen Privatjet nach Gran Canaria, um die Familie heimzubringen.

M. Schröfl & W. Höllrigl

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