Todesopfer in Kärnten

Tourengeher von Lawine erfasst, Bergführer starb

Lawinenabgang am Ankogel

Die Bergung aus dem Lawinenkegel

Mehr Fakten
Lawinenabgang am Ankogel

Die Bergung aus dem Lawinenkegel

Tragisches Ende des Ausflugs einer achtköpfigen Skitourengruppe am Ankogel (Bezirk Spittal an der Drau) in Kärnten. Die Gruppe löste am Sonntag gegen 10 Uhr eine Lawine aus, der Leiter der Gruppe, ein deutscher Staatsbürger, wurde dabei mitgerissen, verschüttet und tödlich verletzt. Bei der Rettungsaktion seiner Begleiter löste die Gruppe eine zweite Lawine aus, von der ein weiteres Mitglied verschüttet wurde.

Das erste Schneebrett ging bei der Querung einer Rinne auf 2.700 Metern Seehöhe im Bereich Lassacher Kees ab. Der Bergführer wurde 300 Meter über steiles Gelände hinab mitgerissen und verschüttet. Ein Begleiter stieg mit Steigeisen zum Lawinenkegel ab, konnte das Opfer mittels Verschütteten-Suchgerät orten und ausgraben. Für den Deutschen kam aber jede Hilfe zu spät.
 
Weitere fünf Mitglieder der Gruppe stiegen ebenfalls durch die Rinne zum Lawinenkegel ab, einer löste dabei ein weiteres Schneebrett aus und wurde teilweise verschüttet. Er blieb unverletzt und konnte sich selbst aus dem Schneebrett befreien. Mehrere Rettungshubschrauber standen im Einsatz, ein Notarztteam wurde von einem auf dem Berg abgeseilt. Auch das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes stand ebenfalls im Einsatz.
Ort des Artikels

Ihre Meinung