Papa ist empört

"Zeugen machten Fotos, statt meiner Tochter zu helfen!"

Der völlig zerstörte Suzuki der Floristin.

Der völlig zerstörte Suzuki der Floristin.

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Der völlig zerstörte Suzuki der Floristin.

Der völlig zerstörte Suzuki der Floristin.

"Manchmal braucht’s im Leben einen Herrgott", sagt Hotelier Stefan Brugger nach einem heftigen Verkehrsunfall seiner Tochter zu "Heute". Ein entgegenkommender Lenker hatte die Floristin in Sölden (T) übersehen und war mit rund 80 Stundenkilometern in den Suzuki der 22-Jährigen gekracht.

Die Frau konnte im Schock noch selbst aus dem Wrack klettern, brach dann aber zusammen. Für das, was dann folgte, gibt’s kein "Vergelt’s Gott": "Statt zu helfen, machten die Passanten mit ihren Handys Bilder und stellten diese auf Facebook. Das kann doch nicht sein", empört sich Brugger.

Trotz allem Ärger gab es laut Chiaras Vater aber auch ein positives Erlebnis: "Mehrere Asylwerber, die den Unfall mitangesehen hatten, liefen in ihre Unterkunft und holten Decken. Dann betteten sie meine Tochter so lange darauf, bis der Notarzt da war."

Die selbstlose Hilfe berührt den Tiroler: "Wir streichen immer das Negative hervor, dabei ist das genau der falsche Zugang. Ich möchte mich bei den Flüchtlingen bedanken." Danke muss auch Chiara sagen – zu ihren Schutzengeln: Sie kam mit Prellungen und einem Schleudertrauma davon. 

Orte: Tirol Sölden

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