Bei "Ortstafelkontrolle" Österreich

Ortstafel-Anwalt Vouk als Alkolenker ertappt

Ortstafel-Anwalt Vouk als Alkolenker ertappt

Dem Ortstafelkämpfer Vouk wurde nun eine Ortstafelkontrolle der Polizei zum Verhängnis (© GERT EGGENBERGER (www.picturedesk.com))

Rudi Vouk
Dem Ortstafelkämpfer Vouk wurde nun eine Ortstafelkontrolle der Polizei zum Verhängnis
Der Kärntner Anwalt Rudi Vouk ist in seiner Heimatgemeinde Eberndorf (Bezirk Völkermarkt) als Alkolenker ertappt worden. Bekannt wurde der Slowenenvertreter, weil er mit Schnellfahraktionen Urteile des Verfassungsgerichtshofes zur Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln erreicht hatte. Pikant: Vouk wurde just bei einer "Ortstafelkontrolle" der Polizei erwischt.

Vouk hatte laut eigenen Angaben "zwischen 1,1 und 1,2 Promille im Blut". Der Slowenenvertreter erklärte, dass die Fahrt unter Alkoholeinfluss ein "leichtsinniger Blödsinn" gewesen sei, der ihm leidtue. Der Schein wurde ihm nur 200 Meter von seinem Haus entfernt abgenommen. "Die Konsequenzen muss ich tragen", so Vouk.

Das Pikante an der Geschichte: Der Rechtsanwalt, der sich jahrelang für zweisprachige Ortstafeln in Kärnten einsetzte, war just in eine "Ortstafelkontrolle" der Polizei geraten. Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) hatte die Exekutive um verstärkte "offen erkennbare" Verkehrs- und Ortstafelkontrollen in den zweisprachigen Gemeinden im Vorfeld der 10.-Oktober-Feiern gebeten, um "kindischen Schmieraktionen" vorzugreifen.

Gefundenes Fressen für die Politiker
Für die Kärntner FPK-Politiker ist Vouks Alkofahrt ein gefundenes Fressen, es setzte ein wahre Flut an Polit-Aussendungen. Der Stellvertretende FPK-Klubobmann Gernot Darmann attestierte Vouk Verantwortungslosigkeit und sprach vom "rasenden und trinkenden Rudi". FPK- Exekutivesprecher Gerald Grebenjak wies auf die "verheerende Vorbildwirkung" einer Alkofahrt hin und Landeshauptmann Dörfler übte sich in Polemik: "Vouk wird sich nicht beschweren können, wenn seine Führerscheinnachschulung einsprachig wird".

Damit lehnt sich jedoch auch die FPK weit aus dem Fenster. Am Dienstag, dem 11. Oktober, werden die FPK-Mitglieder Kränze niederlegen - und zwar am Unfallort des ehemaligen Landeshauptmannes Jörg Haider, der mit 1,8 Promille in den Tod gerast war.


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