Fall Kampusch Österreich

Verfahren gegen Staatsanwälte eingestellt

PK "KAMPUSCH-VERFAHREN - ERGEBNISSE DER ERGÄNZENDEN ERMITTLUNGEN": MÜHLBACHER / PLEISCHL =

Download von www.picturedesk.com am 24.11.2011 (09:58). APA1712083-2 - 08012010 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA 169 CI - Der ermittelnde Oberstaatsanwalt Thomas Mühlbacher und Werner Pleischl (Leiter Oberstaatsanwaltschaft Wien) anl. der PK "Kampusch-Verfahren - Ergebnisse der ergänzenden Ermittlungen" am Freitag, 08. Jänner 2010, im Justizpalast in Wien. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER - 20100108_PD6302 (© HELMUT FOHRINGER (www.picturedesk.com))

Die Amtsmissbrauchsverfahren gegen die fünf im Fall Kampusch tätigen Staatsanwälte wurde eingestellt - diese werden straftrechtlich nicht weiter verfolgt.

Werner Pleischl, Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien und der ehemalige Kampusch-"Sonderermittler" und Thomas Mühlbacher, der nunmehrige Chef der Staatsanwaltschaft Graz, können aufatmen. Das Amtsmissbrauchs-Verfahren gegen sie und drei weitere in den Fall Kampusch eingebundene Staatsanwälte wurde eingestellt.

Das gaben am Donnerstag Christian Pilnacek, der zuständige Sektionschef im Justizministerium und die Behördenleiter der Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck sowie der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Kurt Spitzer und Brigitte Loderbauer, bekannt.
Die Tiroler Strafverfolgungsbehörden hatten gegen ihre Wiener Kollegen auf Basis von Anschuldigungen des ehemaligen OGH-Präsidenten Johann Rzeszut ermittelt.

Rzeszut hatte diesen in seiner Funktion als Ex-Mitglied einer vom Innenministerium eingesetzten Evaluierungskommission zu den Kampusch-Ermittlungen schwere Versäumnisse vorgeworfen. Er bezichtigte die Staatsanwälte, wissentlich wesentliche Ergebnisse der Polizeiarbeit ignoriert und sich frühzeitig auf Wolfgang Priklopil als Einzeltäter festgelegt zu haben.


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