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30.11.2011

KFOR-Soldaten

Unser Held vom Kosovo ist zurück

Soldat

Soldat Manuel Sperl: Er erlitt eine Lungenprellung, lag sogar im Koma. Gestern kam er heim. (© Christian Kloibhofer / kloibhofe (kloibhofer.at))

Von Granatsplittern getroffen, von einer gewaltigen Druckwelle zu Boden gerissen - und ganz knapp überlebt! Zwei Tage nach dem mörderischen Einsatz unserer KFOR-Soldaten im Kosovo wurden die verwundeten Kameraden am Mittwoch zurück nach Österreich geflogen. In Heute sprechen sie über das unheimliche Feuergefecht!

Zwei Mal setzen am Mittwoch die zu einer Intensivstation umgebauten Heeres-Hercules C-130 am Militärflughafen Linz (OÖ) auf - und erst da wird ersichtlich, wie schwer es unsere Soldaten bei ihrer Kosovo-Mission erwischt hat. Eine Schar an Rettungsfahrzeugen wartet am Rollfeld auf die sieben verletzten Kameraden, einer nach dem anderen wird vom Flugzeug in einen Sanitätswagen verladen - und mit Blaulicht ins Spital gefahren.

Das sind Bilder, die wir nur aus dem deutschen und amerikanischen Fernsehen kennen. Am schwersten erwischt hat es Manuel Sperl (24) aus Mehrnbach (OÖ): Er erlitt eine Lungenprellung, wurde von Granatsplittern getroffen, lag im Koma (wir berichteten). Bruder Mario, Schwägerin Sandra und die Neffen Leon und Nico warten am Rollfeld auf ihn, dürfen kurz zu ihm.

Mit leiser Stimme sagt der schwer lädierte Soldat: "Mir geht es gut!" Mit ihm wurde auch Pascal Unger (24) aus Steyregg aus dem Krisengebiet ausgeflogen. Er hatte ein Knalltrauma erlitten, in seine rechte Schulter hatte sich ein Granatsplitter gebohrt. Er schildert: "Wir mussten eine Kreuzung freiräumen. Plötzlich hat es gekracht. Die Aufständischen haben Molotow-Cocktails auf uns geworfen, plötzlich ist auch eine Granate explodiert - und wir wurden von der Druckwelle zu Boden gerissen!"

Das sagen die Soldaten

TITEL

Oberst Riener (© Christian Kloibhofer / kloibhofer.at (kloibhofer.at))

Oberst Christian Riener:
Als Kommandant ist es meine Pflicht, die verletzten Soldaten nach Hause zu begleiten. Ich danke ihnen für ihren Einsatz. Wir haben nicht mit so einer Eskalation gerechnet, der Einsatz lief aber professionell ab.
Soldat

Zugführer Unger (© Christian Kloibhofer / kloibhofer.at (kloibhofer.at))

Zugsführer Pascal Unger:
Dieser Einsatz war hart und sehr fordernd, für mich ist aber klar: Wenn meine Truppe wieder ins Ausland geht, bin ich natürlich dabei.
(© Robert Loy)

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1 Kommentar von unseren Lesern

0

Shatri (1)
01.12.2011 11:41

Dunkelheit über die Licht.
Der HELD gehört nicht nur Österreich,sondern gehört auch zu Kosovo.Ich wünsche schnelle Genesung von dieser mutigen jungen Mann, der in der Verteidigung der menschlichen Werte war.


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