Wintereinbruch in Österreich Österreich

Mutter und Kinder überleben Lawinenabgang

Mutter und Kinder überleben Lawinenabgang

Bild von der Arlberg Passstraße in Stuben - der Winter ist spät aber doch angekommen (© APA/Stiplovsek Dietmar)

Winter in Österreich
Bild von der Arlberg Passstraße in Stuben - der Winter ist spät aber doch angekommen
Sturmtief "Andrea" sorgt für angespannte Schnee- und Lawinenverhältnisse. Im Westen von Österreich sind nicht nur einige Orte eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten, sondern es sind auch Opfer zu beklagen. Glück hatten hingegen eine Mutter und ihre beiden Kinder, die von einer Lawine erfasst wurden.

Bei einem Lawinenabgang auf einen Parkplatz im Ortsteil Wirl in Galtür im Tiroler Bezirk Landeck ist am Freitagabend eine Frau verletzt worden. Die Kellnerin war nach Angaben der Polizei offenbar mit ihren beiden Kindern auf dem Weg zur Arbeit und wurde von den Schneemassen erfasst. Der Unglücksort befindet sich außerhalb des Ortskerns von Galtür. Die Schneemassen waren von einem Berghang nördlich des Parkplatzes abgegangen. Die Verunglückte wurde von einem Arzt versorgt, ihre Kinder blieben unverletzt.

Skiunfall in Salzburg
Ein tragischer Skiunfall hat sich am Freitagnachmittag in Maria Alm im Salzburger Pinzgau ereignet. Ein 42-jähriger Skifahrer ist bei schlechter Sicht von der Piste abgekommen und kopfüber in den Tiefschnee gestürzt. Er konnte sich nicht mehr selbst befreien und dürfte laut Polizei im Schnee erstickt sein. Nachkommende Skifahrer sahen nur mehr seine Skischuhe herausragen und gruben ihn aus. Die Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.

Schneesturm Andrea

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Fahrzeuge in Landeck verschüttet
Im Tiroler Bezirk Landeck waren am Freitag bei einem weiteren Lawinenabgang auf eine Bundesstraße mehrere Fahrzeuge betroffen. Nach Angaben der Polizei konnte bei St. Jakob am Arlberg ein Lawinendamm einen Teil der Schneemassen abfangen. Eines der Fahrzeuge wurde beschädigt. Die Insassen beider Autos blieben unverletzt. Bei dem Abgang im Kappler Ortsteil Nederle auf der Silvretta-Bundesstraße waren insgesamt drei Fahrzeuge, wie in den Abendstunden bekannt wurde. Ein Schneeräum-Lkw war von der Lawine erfasst worden, ein Taxi über den Fahrbahnrand katapultiert worden. Ein dritter Pkw wurde von den Schneemassen verschüttet. Alle Fahrzeuginsassen - sieben Personen - blieben unverletzt.

Gasthof in Telfs evakuiert
Im Ortsteil Buchen bei Telfs im Bezirk Innsbruck-Land mussten am Nachmittag Urlauber und Angestellte aus einem Gasthof evakuiert werden. Durch die Schneelast am Dach war es bei den Stützbalken zu Rissen in der Wand gekommen. Das Gebäude durfte am Freitag nach einer behördlichen Anordnung nicht mehr betreten werden. Verletzt wurde dort niemand.

Wohnhäuser in Innsbruck gesichert
In der Tiroler Landeshauptstadt mussten am Freitag mehrere Wohnhäuser im Bereich der Nordkette evakuiert werden. Die gab die Einsatzleitung der Gemeinde am Abend bekannt. Betroffen waren Häuser westlich des Rechenhofes. Die Bewohner wurden in mehreren Hotels untergebracht.

Straßen abgeschnitten
Bei Ginzling wurde gegen 14.00 Uhr die Zillertalbundesstraße von eine Lawine bis zu vier Meter verschüttet. Verletzt wurde dabei nach ersten Informationen der Polizei niemand. Wann die "B 169" wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, war vorerst nicht absehbar. 4000 Haushalte sind ohne Strom.  Die Arlbergbahnstrecke ist wegen Lawinengefahr am späten Freitagnachmittag gesperrt worden. Laut Mitteilung der ÖBB wird zwischen den Bahnhöfen Ötztal und Bludenz ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Samstag soll die Situation um 12.00 Uhr neu beurteilt werden. Die Karwendelbahn konnte zwischen Innsbruck und Scharnitz ihren Betrieb wieder aufnehmen, die weitere Strecke bis Mittenwald war aber wegen Lawinengefahr bis mindestens Samstagvormittag gesperrt. Weiter unterbrochen war die Bahnstrecke Reutte-Garmisch.

Orte eingeschneit
Die derzeit von der Umwelt abgeschnittenen Orte Lech, Zürs, Stuben, Warth und Gargellen werden am Freitag unerreichbar bleiben. Mit einer Aufhebung der wegen Lawinengefahr verhängten Straßensperren war vorerst nicht zu rechnen. In den fünf Tourismus-Orten saßen damit weiter etwa 15.000 Einheimische und Gäste fest.




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