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06.02.2012

Arbeiterkammer warnt

Rettungseinsatz auf Piste kann teuer werden

Stephan Svoboda

Stephan Svoboda machte von diesem Hubschraubereinsatz nach einem Skiunfall in Flachauwinkel einen Schnappschuss - die Heli-Bergung kann Sie teuer kommen (© Leser-Reporter Stephan Svoboda)

Jährlich verletzen sich tausende SkifahrerInnen schwer und müssen mit der Rettung oder mit dem Hubschrauber ins Spital gebracht werden. Eine von der AKNÖ durchgeführte Umfrage in 23 österreichischen Skigebieten zeigt, dass dabei horrende Kosten entstehen können.

Bis zu 4.000 Euro kann es kosten, wenn ein Notarzthubschrauber einen Verletzten nach einem Skiunfall ins Spital bringt. Auch wenn man keinen Hubschrauber braucht, kann die Bergung bis zu knapp 1.000 Euro ausmachen. Das ergibt eine Umfrage der AKNÖ in 23 Skigebieten in Österreich.

"Die Betroffenen müssen die Rechnung meist selbst bezahlen", erklärt AKNÖ-Experte Josef Fraunbaum, denn "Ein Skiunfall ist ein Sportunfall. Da darf laut Gesetz die Gebietskrankenkasse nicht die Kosten für die Beförderung ins Tal oder den Transport ins Spital übernehmen." Die Rechnung bekommen in dem Fall die Unfallopfer.

Skibegeisterte sollten vorsorgen, rät Fraunbaum: "Beim Alpenverein oder den Naturfreunden ist eine Versicherung bei der Mitgliedschaft dabei, ebenso kann das bei Automobilklubs der Fall sein." Häufig gebe es auch bei Kreditkarten eine Zusatzversicherung: "Man sollte sich die Geschäftsbedingungen genau ansehen."

In wenigen Schigebieten gibt es auch die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Skipass eine kostengünstige Versicherung abzuschließen: "Lech und St. Anton bieten zum Schipass eine zusätzliche Versicherung an, die auch die Hubschraubertransportkosten inkludiert. Eine derartige Versicherung kostet zwischen 8 und 25 Euro."

"Es sollte für Skiorte zur Selbstverständlichkeit werden, für ihre verunfallten Gäste entsprechend Vorsorge zu treffen. Orte, die noch nicht in der Erhebung aufscheinen, können sich bei der AKNÖ eintragen lassen", sagt Fraunbaum.


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