Anzeigentarife | Jobs bei Heute.at

Heute im Brennpunkt: Sparen in den Schulen | Ukraine-Krise

Lade Login-Box.

26.02.2012

In Lech

Familie feierte Messe für Prinz Friso

AUSTRIA NETHERLANDS ROYALS

"Man verspürte das Gefühl, dass Lech die Familie liebt", schilderte der königliche Berichterstatter die Messe (© APA)

Neun Tage nach dem Lawinenabgang in Lech in Vorarlberg, bei dem der niederländische Prinz Johan Friso lebensgefährlich verletzt worden ist, bleibt sein Gesundheitszustand ernst.

Die königliche Familie hält in diesen Tagen fest zusammen und besuchte Samstagabend mit Ausnahme von Königin Beatrix (74) - sie war lediglich über das Wochenende nach Den Haag gereist - eine Heilige Messe in Lech am Arlberg.

+++ Prinzessin Caroline in Zürs +++

Er habe nach dem Unglück einen 50 Minuten andauernden Herzstillstand gehabt, teilte der Leiter der traumatologischen Intensivstation an der Innsbrucker Klinik, Wolfgang Koller, am Freitag mit. Friso habe durch den Sauerstoffmangel "massive Schäden" im Gehirn erlitten. Es könne derzeit nicht gesagt werden, ob er jemals wieder das Bewusstsein erlangen werde. Die Angehörigen feierten eine Messe für den Komapatienten.
Die Messe stand ganz im Zeichen des verunglückten Prinzen. "Man verspürte das Gefühl, dass Lech die Familie liebt", schilderte der königliche Berichterstatter, Hans Jacobs, am Sonntag. Viele Einheimische und Freunde der Familie hätten an dieser emotionalen, warmen und intimen Zeremonie teilgenommen. Die Betroffenheit war offensichtlich.

Die Anteilnahme der Bevölkerung war auch in der Heimat der königlichen Familie, in den Niederlanden, zu erkennen. Immer mehr Grußkarten und Blumen trafen im Palast in Den Haag als Zeichen des Mitgefühls ein, berichteten niederländische Medien.

Das Königshaus hatte indes in einer Veröffentlichung um die Wahrung der Privatsphäre gebeten. "Die Familie Seiner Königlichen Hoheit Prinz Friso muss lernen, mit der Situation von Prinz Friso umzugehen und ihr Leben darauf einzurichten. Das braucht jetzt ihre ganze Aufmerksamkeit", hieß es auf der Homepage der Königsfamilie.

Vergangenen Freitag, eine Woche nach dem Lawinenunfall, hatte es vonseiten der behandelnden Ärzte erstmals eine Stellungnahme zum Gesundheitszustand von Prinz Friso gegeben. Laut Intensivmediziner Koller könne eine neurologische Behandlung Monate, wenn nicht Jahre in Anspruch nehmen.

Friso habe während des 50-minütigen Herzstillstandes am Unfallort reanimiert werden müssen. Dies war laut Koller ein sehr, sehr langer Zeitraum: "Man kann auch sagen, zu lange." Am Donnerstag sei es erstmals möglich gewesen, eine Magnetresonanztomographie ohne Gefahr für den Patienten durchzuführen. Seither und aufgrund einiger neurologischer Tests stehe die Diagnose fest.

Die königliche Familie werde jetzt eine geeignete Einrichtung für die Rehabilitation suchen, erklärte der Intensivmediziner. "In Holland gibt es so etwas gar nicht", meinte Jacobs dazu. Eventuell könne ein geeignetes Reha-Zentrum in England gefunden werden.

In der vergangenen Woche hatten Königin Beatrix und Frisos Ehefrau Mabel täglich den Weg von Lech nach Innsbruck auf sich genommen, um den Komapatienten zu besuchen. Auch dessen fünfjährige Tochter, Zaria, und Mabels Mutter waren am Krankenbett. Zudem fanden sich an einigen Tagen Johan Frisos Brüder, Kronprinz Willem-Alexander und Constantijn, mit ihren Ehefrauen ein.

In Lech, wo sich das Lawinenunglück zugetragen hatte und wo die Königsfamilie seit Jahrzehnten ihren Skiurlaub verbringt, zeigte man sich angesichts der schlechten Nachrichten aus Innsbruck "geschockt und zutiefst betroffen". Der ganze Ort habe seit dem Lawinenabgang gehofft, dass sich der Gesundheitszustand von Prinz Johan Friso verbessere, erklärte Bürgermeister Ludwig Muxel.

Das hoffe man auch weiterhin. "Unser ganzes Mitgefühl gilt der Familie, besonders Johan Frisos Gattin Mabel und den Kindern", sagte der Ortschef.

News für Heute?


Verwandte Artikel

25-Jähriger bezahlte Suche nach Ski mit Leben

Wiener Paar aus Lawine befreit

25-Jähriger bezahlte Suche nach Ski mit Leben

Lawinen-Opfer von Lech lösten Airbags aus

Toter war 16-jähriger Zwilling

Lawinen-Opfer von Lech lösten Airbags aus

Lawine tötete steirischen Tourengeher

Unfall am Großglockner

Lawine tötete steirischen Tourengeher

Snowboarder nach 3 Monaten tot gefunden

Seit 19. Februar vermisst

Snowboarder nach 3 Monaten tot gefunden

Nach Lawinenunglück in CH: Österreicher tot

Keine Chance für Tourengeher

Nach Lawinenunglück in CH: Österreicher tot

Kärntner (43) von Lawine verschüttet

Schwer verletzt geborgen

Kärntner (43) von Lawine verschüttet



TopHeute


MeinungHeute

Lade TED

Ted wird geladen, bitte warten...


ÖsterreichVideoHeute