Testfahrten in Tirol Österreich

ÖBB testet neue Bahnstrecke mit Tempo 250

ÖBB testet neue Bahnstrecke mit Tempo 250

Ende des Jahres soll die Hochgeschwindigkeitsstrecke eröffnet werden (© ÖBB)

Unterinntalbahn
Ende des Jahres soll die Hochgeschwindigkeitsstrecke eröffnet werden
Die ÖBB testen die neue Trasse der Unterinntalbahn auf ihre Hochgeschwindigkeitstauglichkeit. Mit 30.000 PS absolvierte eine Messgarnitur erste Fahrten und erreichte eine Geschwindigkeit von 250 Km/h, teilte das Unternehmen am Montag mit.

In nur vier Minuten düste der Probezug durch den 16 Kilometer langen Tunnel zwischen Stans und Baumkirchen östlich von Innsbruck. Bei den Tests gehe es um die Überprüfung der technischen Tunnelanlagen unter den Belastungen des Fahrbetriebes.

Hauptaugenmerk liege auf dem allgemeinen Fahrverhalten des Zuges, dem Kontakt zwischen dem Stromabnehmer und der Fahrleitung sowie der einwandfreien Kommunikation zwischen Lokomotive und Betriebsführungszentrale in Innsbruck. Mit GSM-R verfüge die Bahn über einen eigenen Funkstandard, für Einsätze müsse auch die Behördenkommunikation über das Tetra-Netz einwandfrei funktionieren.

Enorme Verkürzung der Fahrzeit
Mit Beginn des fahrplanmäßigen Schienenverkehrs im Dezember 2012 beträgt die maximal zulässige Geschwindigkeit dann 220 Stundenkilometer. Das ist vielfach doppelt so schnell wie auf der nahen Autobahn durchs Unterland.

Unterinntalbahn
Die neue Trassenführung der Unterinntalbahn
Die neue Unterinntalbahn ist Teil der TEN-Achse Berlin-Palermo. Sie ist die nördliche Zulaufstrecke für den Brennerbasistunnel. Wenn alle Teilstücke der Eisenbahnachse fertiggestellt sind wird die Fahrzeit auf der Strecke Innsbruck - München nur noch 55 Minuten statt 1:50 Stunden betragen sowie die Strecke München -Verona in 2:20 Stunden statt 5:20 Stunden absolviert werden können.

Fakten zur neuen Unterinntalbahn:
841.000 Schrauben zur Gleismontage
300.000 m3 Beton
142.000 Laufmeter Schiene
71.000 Laufmeter Feste Fahrbahn
69.000 Laufmeter Randweg
35.000 Meter Löschwasserleitung
27.000 Quadratmeter Lärmschutzverkleidung
23.000 Laufmeter Masse-Feder-Systeme
13.149 Einzelgleistragplatten
1.130 Kilometer Kabel
995 Kilometer Lichtwellenleiter
20 Monate Bauzeit

APA/red


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