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29.02.2012

Bezirksgericht Klagenfurt

Mitarbeiter nach Amoklauf-Übung geschockt

Bezirksgericht Klaenfurt

Nach einer nicht angekündigten Amoklaufübung am Dienstag am Bezirksgericht Klagenfurt sind Mitarbeiter auch am Mittwoch noch unter Schock gestanden. Bei der "realitätsnahen Übung" fielen Schüsse. Ein fiktives Amoklauf-Opfer - dargestellt von einem Exekutivbeamten - wurde gar per Kopfschuss niedergestreckt.

"Einigen Mitarbeitern - 40 befanden sich bei der Übung zur Mittagszeit im Haus, weitere 40 waren auf Mittagspause - war das zu realitätsnah, sie sind schockiert", bestätigte Bezirksgerichtssprecherin Martina Löbel im Gespräch mit Heute.at.

Erschreckend realistisches Szenario
Zur Aufarbeitung habe es am Dienstag umgehend nach der Übung eine Besprechung gegeben - "und heute noch eine - samt psychologisch geschulten Polizeibeamten", erklärte Löbel. Mitarbeiter würden auf Wunsch weiterhin psychologische Betreuung erhalten.

Die Detailplanung der Übung hatte laut Löbel die Polizei vorgenommen - "etwa wie Opfer geschminkt wurden". Parteienverkehr oder Verhandlungen liefen zur Übungszeit nicht, nur Mitarbeiter hätten sich im Gebäude aufgehalten.

Eine Frau hatte sich aus Angst unter dem Schreibtisch versteckt, eine andere reif ihre Liebsten zu Hause an, um sich von ihnen zu verabschieden, wie der ORF berichtet.

Ziel: Sicherheitsmängel aufdecken
Die Übung sei ihnen nicht kommuniziert worden, "weil angekündigte Übungen selten ernst genommen werden", so Löbel. "Das weiß ich von meiner Arbeit als Wasserrettungsmitglied." Ziel war es, Sicherheitsmängel aufzudecken. "Einige Sicherheitslücken wurden auch ausgemacht, dazu kann ich aber nicht mehr sagen", erklärte die Gerichtssprecherin, die sich zum Zeitpunkt der Übung in einem Sozialraum im 7. Stock des Gebäudes befand. Sie selbst habe zweimal mehrere Schüsse gehört.

APA/red.



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